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Siemens, Werner
Brief an seinen Bruder Carl über die Anwendung amerikanischer Arbeitsmethoden. 1872
[...] Das Geschäft ist bei seiner Vielseitigkeit und Kompliziertheit zu groß geworden und die Arbeiternot wird geradezu unerträglich. Wir haben jetzt leere Säle in Menge, können aber keine Arbeiter zu ihrer Besetzung bekommen. Da halte mal einer Termine![...]
Brief von Radama, König von Madagaskar, an die London Missionary Society, 1820.
Van Goyen, Jan
Das Haarlemer Meer (1656).
Harten, Karl Peter
Das Programm der Europäischen Produktivitäts-Zentrale (1954).
Als wir mit dem Entwurf des Aktions-Programms der EPA begannen, zeigte die Europäische Wirtschaft auf manchem Gebiet bedenkliche Symptome. Die Produktionskurve, die seit Beendigung des Krieges stetig gestiegen war, begann ihre steigende Tendenz zu verlieren und auf einigen Sektoren sogar zu fallen. Insbesondere hielt der Absatz von Kohle und Stahl nicht mehr Schritt mit der Erzeugung; die Folgen waren überall staatliche und überstaatliche Eingriffe und Subventionen. Zu gleicher Zeit war es den europäischen Ländern aber noch nicht gelungen, den Bedarf an den beiden wichtigsten Dingen, Lebensmitteln und Wohnungen, auch nur annähernd zu befriedigen. [...]
Fourastié, Jean
Die große Hoffnung des zwanzigsten Jahrhunderts. 1949
Die Krünitzsche Konzeption der Stadt und ihrer Umwelt (1837).
Was die Lage einer Stadt, einer großen oder Residenzstadt betrifft, so ist es sehr vortheilhaft, wenn sie auf einer, mit einem Flusse durchschnittenen Ebene liegt, und wenn sich Heide oder Wald in der Nähe befindet, oder sie doch so liegt, daß sie eine freie Lage gegen Morgen, Mittag und Abend hat, und der Wald oder die Heide, so auch ein Gebirge ihr nord=östlich liege, so, daß sie gegen den Andrang der kalten Nordwinde einigermaaßen geschützt ist. Es läßt sich freilich bei der Anlage neuer Städte nicht immer die Lage bestimmen, weil hier noch so vieles Andere berücksichtiget werden muß, was diesem vorzuziehen ist, wie z. B. ein schiffbarer Fluß, damit der Handel darauf mit andern Städten etc. getrieben werden kann, oder die Stadt ihre Hauptbedürfnisse aus den Provinzen des Reichs etc. etc. beziehen kann.[...]
Europäische Einwanderung in Argentinien. Statistisches Material 1869-1914
European Free Trade Association (EFTA). Sitzung des Ministerrats, November 1964
(...) The Chairman [Douglas Jay], speaking as the United Kingdom Delegate, opened the discussion. He emphasized the great importance attached by the new Government of his country to EFTA, both in the present and in the future. It was, therefore, somewhat ironical that within so short a time after taking office that the Government had had to institute measures which must have surprised and disappointed many of its EFTA partners. (...) In his Government’s opinion it was no less in the interests of the other EFTA countries and many other sterling countries that the currency [pound sterling] should be strengthened and its strength demonstrated. Action had had to be taken to that end. (...) It could be argued that it would have been better in the circumstances for the United Kingdom to impose quotas rather than a surcharge.[...]
Hall, Harvey M.
European Reservations for the Protection of Natural Conditions (1929).
The term "National Park" has a different meaning in Europe from its connotation in America. There it usually signifies an area set aside for educational or scientific purposes, rather than for recreation. The reserves here discussed were, almost without exception, proposed and fostered by scientists; but prominent men of affairs also were interested and their influence often was essential to realization of the project. In certain important reserves (Switzerland, Poland, Czechoslovakia, Sweden) the lead was taken by organizations corresponding to our National Academy of Sciences, and these still have more or less control, especially as regards research. Popular interest in protection of rare animals and plants is always noticeable and touring organizations have sometimes been keenly active (especially in Italy). [...]
Hamburgs Hafen und seine Entwicklung im Zeichen der EWG. Vortrag von Bürgermeister Dr. Nevermann bei der DAG, Berufsgruppe Technische Angestellte und Beamte am 13. November 1962 in der Universität Hamburg
Die hamburgische Wirtschaft ruht auf drei grossen Säulen: dem Hafen, der Industrie und dem Handel. Als stärkste Säule muss immer noch der Hamburger Hafen bezeichnet werden. Die Wechselbeziehungen zwischen ihm und der Industrie sowie dem Handel werden deutlich, wenn man sich seine Funktion als Knotenpunkt des Weltverkehrs vor Augen hält. [...]
Lüc, Johann Andreas de [Luc, Jean André de]
Physikalische und moralische Briefe über die Geschichte der Erde und des Menschen an Ihre Majestät die Königin von Großbritannien (1781), Auszüge.
Vor nicht so gar langer Zeit waren vielleicht Auerhähne und Kaninchen die einzigen Bewohner der großen niedersächsischen Plänen . Die ersten Menschen, die sich daselbst niederließen, waren vermuthlich Schäfer, deren Schafe das junge Heidekraut abweideten. Zu ihren ersten Wohnungen wählten sie ohne Zweifel die fruchtbarsten, d.i. die feuchtesten Orte, wo die fruchtbare Rinde durch das Wasser stark genug geworden war, um ihnen die nöthigsten Lebensmittel zu geben. Da sich aber ihre Familien vergrößerten, mußten sich die neuen Colonien auf dem dürren Sande blos mit der von der Luft abgesetzten fruchtbaren Erde begnügen. Bedürfniß ist die Mutter des Fleißes. Der Landmann, der nicht genug gutes Erdreich fand, um seine Familie zu ernähren, holte dasselbe von anderen Orten her zusammen; und so nahm dadurch sehr natürlich die Ausbrechung des Bodens ihren Anfang. [...]
Quellen zur landesfürstlichen Norm und herrschaftlichen Praxis.
Quelle 1: Auszug aus der Gesindeordnung für die Mark Brandenburg 1681/1683.
No. XXI. Revidirte Pauer= Gesinde= Hirten und Schäffer=Ordnung, nach welcher sich jedermann in Unserer Mittel=Marck, Prignitz und Ucker=Marck, wie auch Herrschafften Beeßkow und Storckow richten soll. Vom 18. Decembr. 1681. Sambt Appendice vom 28. April 1683. [Sp. 141]
Titulus I.
Von den Unterthanen und deren Kinder Dienste, wie auch deren Leibeigenschafft in der Uckermarck und Lande zu Stolpe. [...]
Sering, Max
Rede auf dem Internationalen Landwirtschaftskongress 1896 in Budapest.
Gestatten Sie mir […], auf die mannigfaltigen Einflüsse hinzuweisen, unter denen die Getreidepreisbildung seit zwei Jahrzehnten, seit dem Beginne der heutigen Depression gestanden hat. Am greifbarsten tritt die Wirksamkeit der entwickelten Verkehrstechnik zu Tage, ein Moment, von dem hier noch kaum die Rede gewesen ist. Es handelt sich dabei allerdings nicht blos um die Verbilligung des Land- und Wassertransportes. Während z.B. von 1871/75 bis 1891/94 die Fracht für die Tonne Weizen von Chicago nach Liverpool oder Hamburg um 40 M[ar]k zurückging, sank der Durchschnittspreis für amerikanischen Weizen an diesen Orten um mehr als 90 M[ar]k. [...]
Rede von George C. Marshall an der Harvard University, 5. Juni 1947.
„Ich brauche Ihnen, meine Herren, nicht zu sagen, daß die Weltlage sehr ernst ist. Allen denkenden Menschen muß dies klar sein. Eine der Hauptschwierigkeiten besteht meiner Ansicht nach in der ungeheuren Vielseitigkeit des Problems, die bewirkt, daß gerade die Menge der Tatsachen, welche die Öffentlichkeit durch Presse und Rundfunk zu hören bekommt, es dem einfachen Mann außerordentlich schwer macht, sich eine richtige Vorstellung von der Lage zu bilden. Außerdem lebt die Bevölkerung unseres Landes fern von den Unruhegebieten der Welt, und es ist für sie schwer, sich die Not der schon so lange leidenden Völker, ihre Reaktionen darauf und schließlich deren Auswirkungen auf die betreffenden Regierungen, während unsere Bemühungen, den Frieden der Welt zu fördern im Gange sind, vorzustellen. [...]
Dewald, Johann Eberhard
Reiseerinnerungen und Reflexionen eines rheinischen Gerbergesellen . 1836/38
[Wien:] Den 3. April besuchte ich den Schlosspark von Hellbrunn, der mit schönen Wasserkünsten versehen ist, woran Gruppen aus Marmor stehen, davon man meint, sie seien gerad aus dem Wasser gestiegen und suchten Kühlung im Schatten der Bäume, so glänzte der Wasserstaub auf dem weißen Stein.[...]
Reports of English artisans from the Paris Universal Exhibition. 1867
As I pass through the wide streets, I am delighted with everything I see. The houses so lofty and clean, and white, the novel appearance of the trees planted along the pavements, the fine buildings, the massive bronze lamps, and the magnificent cafés, the tinkling of bells on the horses, so singular to my ear. […]
The Levant Herald, 18. Januar 1875.
Shortly after one o’clock, the assembled guests sat down to a sumptuous dejeuner à la fourchette, with champagne and other choice wines, servers by Messieurs Vallauri, the Pera confectioners, on several elegantly arranged tables on both sides of the Pera station. At the dessert, Mr. Albert, the general manager, proposed “The Health of His Imperial Majesty Sultan Abdul-Aziz.”
Voigt, F. W.
Ueber die Nothwendigkeit und den zweckmäßigsten Betrieb der Akklimatisation (1859).
Wie wichtig es für die Entwicklung nicht nur unserer industriellen und ökonomischen Verhältnisse, sondern unseres gesamten Kulturlebens ist, Erzeugnisse aus fremden Zonen und Welttheilen, sie mögen der Pflanzen- oder Thierwelt angehören, auf den heimischen Boden überzusiedeln, bedarf hier wohl keiner näheren Auseinandersetzung, da es schon anderweitig oft genug überzeugend nachgewiesen worden ist. Man denke nur daran, daß z.B. die Kartoffel jetzt das Hauptnahrungsmittel von Millionen Menschen, erst aus der neuen Welt bei uns eingeführt worden ist, daß sie Heimath der meisten unserer Getreidearten und Obstbäume in weiten Fernen liegt und auch unsere Hausthiere ursprünglich ganz andere Länder bewohnt haben! Mit jeder Pflanze, mit jeder Frucht, mit jedem nutzbaren Thiere, dessen Einführung uns gelingt, ist ein Schritt weiter zur Emanzipation des Vaterlandes von der Fremde gethan. [...]
Machiavelli, Niccolò
Von den Heeresarten und vom Söldnerwesen (1513).
Nachdem ich im einzelnen alle Eigenschaften jener Fürstenherrschaften erörtert habe, über die zu sprechen ich mir eingangs vorgenommen hatte, und ein gut Teil der Gründe für ihr Wohlergehen und ihren Verfall dargestellt sowie die Mittel aufgewiesen habe, mit denen viele sie zu erwerben und zu behaupten suchten, bleibt mir nur noch übrig, im allgemeinen über Angriffs- und Verteidigungsmöglichkeiten zu sprechen, in die jede der vorgenannten Fürstenherrschaften geraten kann. Wir haben oben gesagt, daß ein Fürst gute Grundlagen haben muß; sonst geht er notwendig unter. Die hauptsächlichen Grundlagen, die alle Staaten brauchen – sowohl die neugegründeten wie die altererbten oder die aus diesem gemischten – sind gute Gesetze und ein gutes Heer. Und da es keine gute Gesetze geben kann, wo es kein gutes Heer gibt, aber dort, wo ein gutes Heer ist, auch gute Gesetze sein müssen, will ich die Erörterung der Gesetze übergehen und nur vom Heerwesen sprechen. [...]
Tamai Kisak
Vorwort zu „Die erste Monatszeitschrift eines Japaners in Europa. Ost-Asien“ (1898).
Vorwort. Ost-Asien erregt seit einigen Jahren mehr als je zuvor die Aufmerksamkeit von ganz Europa. Mögen auch zwischen den einzelnen Ländern und Völkern Ost-Asiens nicht wenige und auch nicht geringe Unterschiede bestehen, so besitzen alle zusammen doch eine ähnliche gemeinsame Einheit der Kultur, wie die Staaten und Nationen Europas in ihrer Gesamtheit. Ganz Ost-Asien wird darum, wie der Titel der vorliegenden Monatsschrift besagt, zum Bereich ihres mannigfaltigen Inhalts gehören; doch soll aus ihrer allgemeinen Bestimmung ein besonderer Zweck hervortreten, nämlich die Pflege eines regeren, dichteren Handelsverkehrs zwischen Japan und Deutschland, den beiden seit den letzten Jahrzehnten am meisten aufstrebenden Reichen in Ost-Asien und Europa. [...]
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