Start
>
Themen
>
Europa in der Welt
Start
|
Suche
|
Hilfe
Das Portal
Das Projekt
Redaktion
Impressum
Themen
Gesellschaft und Kultur
Wirtschaft und Umwelt
Wissenschaft und Bildung
Diktatur und Demokratie
Krieg und Frieden
Räume und Grenzen
Erinnerungskultur
Selbst- und Fremdbilder
Institutionalisierung
Europa in der Welt
Schwerpunkte
Europäizität des östl. Europa
Europäische Geschichte - Geschlechtergeschichte
Verzeichnisse
Kataloge
Institutionen
Websites
Materialien
Essays
Quellen
Karten
Publikationen
Europa in der Welt
Essays
|
Quellen
|
Websites
Sortieren nach Titel
Sortieren nach Autor
"Erklärung von Barcelona" (27. und 28. November 1995).
Der Rat der Europäischen Union, vertreten durch seinen Präsidenten, den Minister für auswärtige Angelegenheiten Spaniens, Herrn Javier Solana, die Europäische Kommission, vertreten durch […], Deutschland …, Algerien …, Österreich …, Belgien …, Zypern …, Dänemark …, Ägypten …, Spanien …, Finnland …, Frankreich …, Griechenland …, Irland …, Israel …, Italien …, Jordanien …, Libanon …, Luxemburg …, Malta …, Marokko …, die Niederlande …, Portugal …, das Vereinigte Königreich …, Syrien …, Schweden …, Tunesien …, die Türkei …, die Palästinensische Autonomiebehörde …, die an der Europa-Mittelmeer-Konferenz in Barcelona teilnehmen [...]
"Freedom from fear and want". The Atlantic Charter (1941)
On 14 August 1941 US President Roosevelt and British Prime Minister Churchill made the following declaration of “certain common principles in the national policies of their respective countries on which they base their hopes for a better future of the world.” [...]
Briand, Aristide
[Ohne Titel]. Gedicht, frühes 20. Jahrhundert
Ein Russe – ein Intellektueller
Zwei Russen – ein Ballett
Drei Russen – die Revolution
[...]
Gairdner, William H.T.
“Edinburgh 1910”, Frontispiz.
James, Edwin L.
„America’s Moral Influence, If Any“. The New York Times, 19. August 1930
The American public gives too much credit to what may be called, and what is called in Europe, our effort to guide the world aright. America’s great world political position is not due primarily to our moral leadership but primarily to our wealth and economic position. It is not to our moral teachings that the rest of the world responds, but to our material power. If we were a poor and weak nation the world would today care no more about what we thought than did the world before the Great War. [...]
„Deutschland: noch immer der Erbfeind?“. Ergebnisse französischer Umfragen 1954/56
Die Zeitschrift „Réalités“ veröffentlicht in ihrem Juli-Heft unter dem Titel „Hat Frankreich verziehen?“ Ergebnisse von Umfragen des „Institut Français d’Opinion Publique“, in denen die Einstellung der Franzosen zu Deutschland und den Deutschen behandelt wird.[...]
„Ereignisse von schrecklichster Sensation“. Die Berliner Morgenpost zum Boxerkrieg (19. Juni und 19. Juli 1900)
Die Ereignisse in China. Der Gesandtenmord in Peking. – Bombardement und Einnahme der Forts von Taku
Die Nachricht von der Ermordung des deutschen Gesandten in Peking hat allenthalben die tiefgehendste Erregung hervorgerufen. In nervöser Erwartung und mit nur leisen Optimismus harrt man der Meldungen vom ostasiatischen Kriegsschauplatze; das Interesse an der „gelben“ Revolution, die möglicherweise ein zukünftiges Verhängnis von furchtbarster Tragweite in sich schließt und vielleicht schon Ereignisse von schrecklichster Sensation gezeitigt hat, stellt selbst die seinerzeitige Theilnahme an den südafrikanischen Vorgängen weitaus in den Schatten. Man ist sich eben bewußt, daß aus dem Aufstande der Boxer allem Anscheine nach eine Gesamterhebung des chinesischen Volkes, aus der Revolte einer geheimen Sekte der offene Krieg von 360 Millionen Menschen geworden ist. [...]
Zedlers „Universal-Lexicon“
Art. „Türcken-Köpfe, (gedörrete)“. 1745
Türcken-Köpfe, (gedörrete) In der Leipziger Neu-Jahres-Messe des 1684sten Jahres nach glücklichem Entsatz der von den Türcken belagerten Stadt Wien kamen einige Kaufleute in Leipzig an, welche mit dergleichen Köpffen damahls handelten, deren sie verschiedene Fässer voll mitbrachten, so theils grausame Gesichter, theils ungewöhnliche Bärte und vielerley Haupt-Haare hatten.
Brockhaus Enzyklopädie
Artikel "Europide, europider Rassenkreis". 1968
Europide, europider Rassenkreis (TAFELN Menschenrassen), die Gesamtheit der in Europa einheimischen --> Menschenrassen, gekennzeichnet durch helle Haut, z.T. auch helle Augen und Haare, weiches, schlichtes bis lockiges Haar, relativ starke Körperbehaarung usw., sowie durch jene geistig-seel. Anlagen, aus denen u.a. die abendländ. Kultur erwachsen ist. [...]
Artikel über Herrmann Abraham. Staatsbürger-Zeitung, 21. August 1903
Wir berichteten dieser Tage, daß der „Volksernährer“ Herrmann Abraham den Kronen-Orden 4. Klasse erhalten hat und knüpften daran die Frage, weshalb ihm diese Ehre wohl zuteil geworden sein möge. Jetzt wird der Mitwelt Aufklärung hierüber, und zwar von einer Seite, die es wissen muß. [...]
Hahmann, Werner
Auf dem Abrüstungsbahnsteig. Karikatur im Kladderadatsch, 20. Juni 1926
Aufzeichnungen des Vizewachtmeisters d. Res. Dr. Hoffmeister (ca. 1916/1931). Veröffentlicht im Rahmen des Themenschwerpunkts „Europäische Geschichte – Geschlechtergeschichte“
Dem Feind war es unter schweren Kämpfen und Verlusten gelungen, uns vom Kilimandscharo und von der Nordbahn zurückzudrängen. Er hatte eine vielfache Übermacht, fünf- bis zehnfach, eingesetzt und drückte über Umbugwe-Ufione auf Kondoa und damit auf die Mittellandbahn vor. Aber auch von Muansa her waren die Truppen im Vormarsch, die einen Anschluß mit den von Kigoma kommenden Belgiern suchten. Im Süden kämpften wir gegen die Rhodesialeute und die Portugiesen. Auch die Küste wurde ständig bombardiert. Also wirklich Feinde ringsherum. Wir verloren den Mut nicht. Als der Krieg ausbrach, rechneten wir bis Weihnachten 1914 mit Friedensschluß. Waren doch sämtliche militärischen und zivilen Autoritäten in der Heimat der Ansicht, daß ein langer Krieg mit den Millionenheeren unmöglich sei. Aber es war möglich. Wir fochten gegen Briten, Neuseeländer, Iren, Australier, Südafrikaner, Buren, gegen Inder aller Kapillar, Jamaikaneger, Goldküstenmohren, Kameruner, Kapboys und Senegalesen. [...]
Australische Einwanderungspolitik. Immigration Restriction Act (1901) und Rede des Senators Hoare (24. November 1927)
To place certain restrictions on Immigration and to provide for the removal from the Commonwealth of prohibited Immigrants. [Assented to 23rd December 1901] […] 3. The immigration into the Commonwealth of the persons described in any of the following paragraphs of this section (herein-after called “prohibited immigrants”) is prohibited, namely: a) Any person who when asked to do so by an officer fails to write out at dictation and sign in the presence of the officer a passage of fifty words in length in an European language directed by the officer; (b) any person likely in the opinion of the Minister or of an officer to become a charge upon the public or upon any public or charitable institution;(c) any idiot or insane person [...]
Mitterrand, François
Auszug aus einer Rede vor Studierenden und Lehrenden des Institut d’Études Politiques anlässlich des französischen Referendums über den Maastrichter Vertrag (1992).
Paris, 5 Juni 1992
Herr Präsident, Herr Direktor, Meine Damen und Herren, […] [S. 95].
Nach dieser Erinnerung möchte ich mich den, wie ich es nenne, ‘dialektischen Gegenpolen’ zuwenden: Es sind aktuelle Fragen, mit gegensätzlichen Antworten. Die erste habe ich schon erwähnt. Die Wahl, vor der wir stehen, wir, die gesehen haben, wie Europa sich selbst zerstörte, seine Vorherrschaft verlor, sogar physisch (und natürlich politisch, geistig und kulturell) seine gesamten Errungenschaften zugunsten von Imperien zu verlieren drohte, die damals (das erste heißt immer noch so) die Vereinigten Staaten von Amerika und die Sowjetunion (ein bereits ein wenig veralteter Begriff) hießen, während sich am Horizont eine andere Macht namens Japan zeigt [S. 101] diese Wahl heißt: Krieg oder Frieden? [...]
Auszüge aus zwei zwischenstaatlichen Verträgen zur Gründung des Europäischen Kulturkanals ARTE. 1990 und 1991
„Vertrag zwischen den deutschen Bundesländern und der Französischen Republik zum Europäischen Fernsehkulturkanal“ vom 2. Oktober 1990 und „Gründungsvertrag der ARTE G.E.I.E“ vom 30. April 1991.
Fruin, Thomas Anthonij
Bemerkungen zur Rolle und Zukunft der Indo-Europäer in den Niederländischen Kolonien Südostasiens. 1931
Das „Indo-Problem“ könnte wie folgt dargestellt werden: Haben die Indo-Europäer hier zu Lande, zumindest ein Teil von ihnen, eine Zukunft als separate Gruppe, einerseits mit der indonesischen Bevölkerung zusammenlebend, andererseits aber nicht in dieser aufgehend?[...]
Berichte aus Südosteuropa (1844/1877).
Kinglake, Alexander William: Eothen: Traces of Travel Brought Home from the East (1844)
At Semlin I still was encompassed by the scenes and the sounds of familiar life; the din of a busy world still vexed and cheered me; the unveiled faces of women still shone in the light of day. Yet, whenever I chose to look southward, I saw the Ottoman’s fortress—austere, and darkly impending high over the vale of the Danube—historic Belgrade. I had come, as it were, to the end of this wheel-going Europe, and now my eyes would see the splendor and havoc of the East. [...]
Brief des Direktors des Hamburger Völkerkundemuseums Georg Thilenius (1913).
Die eingehenden Kisten werden im Arbeitshofe abgeladen und ausgepackt. Die ethnographischen Gegenstände werden hierbei auf einem Tisch unter dem Glasdach ausgebreitet, die Kisten in das Magazin, die Verpackungsmaterialien in verschlieszbare Mülltonnen verbracht. Es geschieht dies, um eine Verschleppung von Schmutz, Ungeziefer usw. in das Gebäude nach Möglichkeit einzuschränken. Die ethnographischen Gegenstände werden darauf in dem Sortierraum ausgebreitet, und daran schlieszt sich die meist langwierige Arbeit der Kontrolle der Stücke, ihres Vergleichs mit den mitunter vorhandenen Listen des Sammlers, die Aufstellung eigener Listen, die Verteilung auf die wissenschaftlichen Abteilungen und die Nummerierung an.
Karamanlis, Konstantinos
Brief des Präsidenten der griechischen Republik K. Karamanlis an den Ministerpräsidenten Italiens G. Andreotti, 21. Januar 1992.
Herr Präsident und lieber Freund,
ich fühle mich gezwungen, Ihnen in kürzester Zeit zum zweiten Mal bezüglich des Themas der Republik von Skopje zu schreiben. Denn es ist für mich äußerst schwierig, meine Überraschung sowie Besorgnis über die Entwicklung, die diese Thematik annimmt, zu verbergen; insbesondere hinsichtlich der Beziehung zwischen unseren beiden Ländern. In meinem letzten Brief versuchte ich Ihnen zu erklären, was der Kernpunkt dieses Problems für Griechenland ist. Bis jetzt konnte Griechenland über die Probleme, die durch die Republik von Skopje verursacht wurden, hinwegblicken. Denn die Politik Jugoslawiens – und Skopjes – gegenüber Griechenland wurde von der föderativen Regierung in Belgrad bestimmt. Die Existenz jedoch eines unabhängigen Staates, der den Namen Makedonien trägt, stellt Griechenland vor eine ganz neue Situation.
Brief von Radama, König von Madagaskar, an die London Missionary Society, 1820.
Brief von Sissy Frerichs an Ellen Key (1905). Veröffentlicht im Rahmen des Themenschwerpunkts „Europäische Geschichte – Geschlechtergeschichte“
Bremen 5/8 05 Mozartstr. 30
Liebe, liebe Mutter,
Hab Du innigen Dank für Deine beiden lieben Briefe, Du hast mich sehr glücklich dadurch gemacht. Ich kann Dir durch nichts danken als durch meine Liebe. Die aber gehört Dir auch, meine einzige Mutter Du! Zu den Meinen will ich gut sein, und mich durchsetzen so sanft es geht. Zu Leuwer bin ich gegangen und habe Deinen Auftrag überbracht. Frau Eggers-Smidt ist noch bis Freit. verreist dann gehe ich gleich zu ihr und schreibe Dir davon! Nun muss ich Dir erzählen wie ich Deine lieben Freunde Rilkes kennenlernte ohne dass sie mich kennen. Anfang des Jahres ging ich zur Kunsthalle. Da fiel mir in der Portraitausstellung zuerst das Bild eines Mannes auf und das einer Dame. Ich konnte mich garnicht davon trennen. Und vertiefte mich sehr in diese Züge die von einer reichen Persönlichkeit sprachen. Mir kam garnicht der Gedanke dass die Originale hier in Bremen sein könnten. [...]
Swire, Joseph
Briefe des britischen Journalisten an den italienischen Diplomaten Ugo Sola (1930/31) .
Dear Sola,
I did so much enjoy meeting you the other day, and it was very kind of you to come to see me. I much hope that whenever you are in England you will let me know, and that we meet again soon.
My publishers are becoming rather restive with my regard to the £45 which the Albanian Government, through General Pariani , agreed to buy. You very kindly said you would inquire into that matter for me. I am rather anxious, as I am in no position to pay the money myself.[...]
Briefe Maitlands an die Konsuln Großbritanniens aus dem „Barbary States Correspondence Book“ (1813-1845).
The Office of the Chief Secretary was the head administrative office of the Civil Government: through it were chanelled all departmental, consular, ecclesiastical and individual correspondence, and all naval and military correspondence concerning civil matters. Local Government policy emanated only from this office, through letters and orders to the various heads of department, ordinances and publications in the Government Gazette. [...]
Briefwechsel zwischen Helmuth James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg. Juni/Juli 1940
[…] Die Grundlage aller Staatslehre besteht für mich etwa in folgenden Grundsätzen:
1. Es ist nicht die Bestimmung des Staates Menschen zu beherrschen und durch Gewalt oder durch Furcht vor Gewaltanwendung zu zügeln, [...]
Britain's Destiny and Duty. Declaration by Authors. A Righteous War (18. September 1914)
The undersigned writers, comprising amongst them men and women of the most divergent political and social views, some of them having been for years ardent champions of good will towards Germany, and many of the extreme advocates of peace, are nevertheless agreed that Great Britain could not without dishonour have refused to take part in the present war. [...]
Convention Concerning the Exchange of Greek and Turkish Populations. Die Lausanner-Vereinbarung, Lausanne, 13. Januar 1923
Article 1
As from the 1st May, 1923, there shall take place a compulsory exchange of Turkish nationals of the Greek Orthodox religion established in Turkish territory, and of Greek nationals of the Moslem religion established in Greek territory.[...]
Europäisches Netzwerk für den Ost-West-Dialog
Das Helsinki-Abkommen mit wirklichem Leben erfüllen. 1986
Wolff, Theodor
Das Verbrechen von Montjuich. Kommentar des Berliner Tageblatts zum Fall Ferrer (1909)
T. W. Das bekannte Wort „Il n´y a plus de Pyrénées“, „es gibt keine Pyrenäen mehr“, hat seit gestern noch weniger Sinn als zuvor. Die Erschießung F r a n c i s c o F e r r e r s beweist, daß in Spanien, ähnlich wie in Rußland, auch heute noch Dinge möglich sind, die das übrige Europa erfreulicherweise nicht mehr kennt. Das europäische Empfinden verlangt, daß kein Bürger ohne Einhaltung gesetzlicher Formen gestraft werden kann, und selbst in jenen politisch wenig reifen Ländern, die man nicht erst zu nennen braucht, ist dem U e b e r m a ß der Willkür eine schützende Schranke gesetzt. In Spanien spottet Herr M a u r a über Gesetze und ähnlichen Formelkram, und dieser ehemalige „Liberale“ regiert wie ein asiatischer Satrap. [...]
Gouges, Olympe de
Déclaration des droits de la femme. Veröffentlicht im Rahmen des Themenschwerpunkts „Europäische Geschichte – Geschlechtergeschichte“
Schuman, Robert
Déclaration du 9 mai 1950.
La paix mondiale ne saurait être sauvegardée sans des efforts créateurs à la mesure des dangers qui la menacent.
La contribution qu’une Europe organisée et vivante peut apporter à la civilisation est indispensable au maintien des relations pacifiques.[...]
Senghor, Léopold Sédar
Der Geist von Paris. 1961
Wie ich Paris kennen- und lieben lernte, dies möchte ich Ihnen in gebotener Kürze berichten. Seien Sie versichert, ich werde weder von der politischen noch von der ökonomischen Bedeutung von Paris sprechen. Dafür wäre ich nicht der Richtige.[...]
Der Islam und die Wissenschaft. Der Disput zwischen Ernest Renan und Jamal al-Din al-Afghani 1883
Meine Damen und Herren!
Auf die wohlwollende Aufmerksamkeit mich stützend, welche diese Zuhörerschaft mir so oft schon geschenkt, wage ich es heute, einen sehr schwierigen Gegenstand vor Ihnen zu behandeln, der unsern ganzen Scharfsinn herausfordert, und an den man entschlossen herantreten muss, wenn man aus dem Nebelmeer von Vermuthungen und ungefähren Ergebnissen die Geschichte zu klarer Erscheinung bringen will. Was in der Geschichte stets zu Missverständnissen führte, das ist der Mangel an Genauigkeit bei Anwendung von Wörtern, welche Nationen und Rassen bezeichnen. Man spricht von Griechen, Römern und Arabern, als ob diese Wörter Menschengruppen bezeichneten, die immer mit sich selber identisch gewesen; man thut es, ohne dabei die Veränderungen in Rechnung zu bringen, welche die Folge kriegerischer, religiöser und sprachlicher Eroberungen, der Mode und der mannigfaltigen Strömungen sind, welche die Geschichte der Menschheit durchziehen.[...]
Engels, Friedrich
Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats (1884).
Hervorgewachsen auf der Mittelstufe, weitergebildet auf der Oberstufe der Wildheit, erreicht die Gens, soweit unsre Quellen dies beurtheilen lassen, ihre Blütezeit auf der Unterstufe der Barbarei. Mit dieser Entwicklungsstufe also beginnen wir. Wir finden hier, wo uns die amerikanischen Rothhäute als Beispiel dienen müssen, die Gentilverfassung vollkommen ausgebildet. Diese einfache Organisation genügt vollkommen den gesellschaftlichen Zuständen, denen sie entsprungen ist. Sie ist weiter nichts als deren eigne, naturwüchsige Gruppirung, sie ist im Stande, alle Konflikte auszugleichen, die innerhalb der so organisirten Gesellschaft entspringen können. Nach Außen gleicht der Krieg aus; er kann mit Vernichtung des Stamms endigen, nie aber mit seiner Unterjochung.[...]
Dialectics of Liberation (1967).
Herbert Marcuse: I am very happy to see so many flowers here, and that is why I want to remind you that flowers, by themselves, have no power whatsoever, other than the power of men and women who protect them and take care of them against aggression and destruction. As a hopeless philosopher from whom philosophy has become inseparable from politics, I am afraid I have to give here today a rather a rather philosophical speech and I must ask your indulgence for it. We are dealing with the dialectics of liberation. Actually redundant, because I believe that all dialectic is liberation, and not only liberation in an intellectual sense, but liberation involving the mind and the body, liberation involving the entire human existence. Now as to today and our own situation. I think we are faced with a novel situation in wisdom, because today we have to be liberated from a relatively well-functioning, rich powerful society. [...]
Die Bologna Deklaration der europäischen Bildungsminister (19. Juni 1999).
Dank der außerordentlichen Fortschritte der letzten Jahre ist der europäische Prozess für die Union und ihre Bürger zunehmend eine konkrete und relevante Wirklichkeit geworden. Die Aussichten auf eine Erweiterung der Gemeinschaft und die sich vertiefenden Beziehungen zu anderen europäischen Ländern vergrößern die Dimension dieser Realität immer mehr.[...]
Die Definition des Juden - Definizione di ebreo (1938).
Siemsen-Vollenweider, Anna
Die Frau im neuen Europa (1945). Veröffentlicht im Rahmen des Themenschwerpunkts „Europäische Geschichte – Geschlechtergeschichte“
Europa ist schon heute namenlos geschwächt, ausgeplündert und verwüstet. Der Tod geht um in seiner grausamsten Gestalt. Nicht nur als Schlachtentod. Er sucht seine Opfer in Konzentrationslagern, im neugeschaffenen Ghetto, auf dem Massenschafott, im erbitterten Partisanen- und Sabotagekampf, als Hunger und als Seuche und bei der Bombardierung von Städten und Dörfern. Wann immer dieser Krieg enden wird, er wird die europäischen Völker in namenlosem Jammer lassen, und in unsäglichem Hasse. [...]
Blum, Léon
Die internationale Dritte Kraft. Leitartikel in Le Populaire (Januar 1948)
Die Pariser Presse [...] hat der Rede unseres Freundes Attlee, des britischen Premierministers, nicht sehr viel Platz eingeräumt. Sie hat ihr aber große Wichtigkeit beigemessen. Sie hat ihre hohe Bedeutung verstanden oder zumindest geahnt.[...]
Gouges, Olympe de
Die Rechte der Frau (aus dem Französischen von Gisela Bock). Veröffentlicht im Rahmen des Themenschwerpunkts „Europäische Geschichte – Geschlechtergeschichte“
An die Königin
Madame,
Wenig geübt in der Sprache, in der man zu Königen spricht, werde ich mich nicht der Schmeichelei der Höflinge befleißigen, um Euch dieses einzigartige Werk zu widmen. Mein Ziel, Madame, ist es, offen zu Euch zu sprechen. Um mich dergestalt zu äußern, musste ich nicht das Zeitalter der Freiheit abwarten; ich habe mich mit gleicher Tatkraft zu einer Zeit gezeigt, als die Despoten in ihrer Verblendung einen so kühnen Edelmut noch bestraften. [...]
Provisorische Regierung der Republik Frankreich
Direktiven für das Handeln in Deutschland. 20. Juli 1945
I. Politik der Viermächtekontrolle
1. Die Erhaltung der Einheit der alliierten Front ist eine Notwendigkeit. Die deutsche Hoffnung auf ein Wiedererstarken und eine Revanche klammert sich vor allem an den Gedanken, dass die Koalition bald zerbrechen wird.[...]
Discours de Altiero Spinelli sur l’initiative Genscher/Colombo devant le Parlement Européen (19 novembre 1981).
Madame le Président, je vais employer encore une fois une langue véhiculaire.
Si j'étais croyant, je commencerais par les mots «Gott helf mir ! - que Dieu m'aide !» Car d'une telle sorte d'aide mystérieuse j'ai besoin pour ce que je vais essayer de dire au cours de ces misérables cinq minutes que le Règlement m'attribue. Je vais essayer, Monsieur Genscher et Monsieur Colombo, de vous convier à vous placer au-dessus de vous-mêmes, à la hauteur de la tâche que vous vous êtes assignée. [...]
González, Felipe
Discurso del presidente del Gobierno español. Madrid, 12 Junio 1985
Majestad, señores primeros ministros, señor presidente del Consejo, señores presidentes de las instituciones comunitarias, señores ministros, señoras y señores: Damos hoy un paso de importancia histórica para España y para Europa Al estampar nuestras firmas en el tratado de adhesión a las Comunidades Europeas hemos puesto un jalón fundamental para completar la unidad de nuestro viejo continente y también para superar el aislamiento secular de España.[...]
Ecuador Land Company, Limited. Prospectus (1859)
The object of this Company is to realise the rights granted by the Government of Ecuador, to the holders of its Land Warrants, by obtaining possession of the lands allotted by that Government in discharge of its obligations, and developing their varied resources for the benefit of the Company.
These lands offer a vast field for enterprise, as well in the cultivation of a rich and fertile soil, yielding in abundance Timber, Tobacco, Maize, Quinine, Cotton, Wheat, Cocoa, Coffee, Vanilla, Panama Straw, India-Rubber, and Cochineal, as in the exploration of the Gold, Silver, Quicksilver, Copper, and Emerald Mines, abounding in those parts. [...]
Deutsch-Französische Gesellschaft
Enquête über die Verbesserung der deutsch-französischen Beziehungen. 1928
Der Vorstand der Deutsch-Französischen Gesellschaft ist aus den Kreisen seiner Mitglieder gebeten worden, unter seinen Mitgliedern, Mitarbeitern und Freunden über folgende Probleme eine Umfrage zu veranstalten:[...]
Sajko, Ivana
Europa. Monolog für Mutter Europa und ihre Kinder (2004/2008)
MAMA
ICH BIN EIN KULTURDENKMAL
DER NULLTEN KATEGORIE
EINE VERDAMMTE WIEGE DER ZIVILISATION
IN DER ICH 450 MILLIONEN
MEINER KINDER SCHAUKLE
ICH BIN EIN ARCHÄOLOGISCHES MASTERPIECE
GEFORMT, POLIERT UND KONSERVIERT
ICH BIN ZU SIEBZIG PROZENT KATHOLISCH
ICH HABE EIN HOHE TOLERANZGRENZE
ICH MAG DAS THEATER;
TIERE UND SINFONISCHE MUSIK
ICH BIN DIE ALLEINERZIEHENDE MUTTER
MEINER SINGENDEN ARMEE
DIE IHRE STIMME
ZU DEN GLOCKEN DER KATHEDRALE ERHEBT
ICH BIN DIE RECHTMÄSSIG GEWÄHLTE MISS WORLD
ICH WÜNSCHE FRIEDE AUF ERDEN
UND GESANG IN MEINEN REIHEN [...]
European Free Trade Association (EFTA). Sitzung des Ministerrats, November 1964
(...) The Chairman [Douglas Jay], speaking as the United Kingdom Delegate, opened the discussion. He emphasized the great importance attached by the new Government of his country to EFTA, both in the present and in the future. It was, therefore, somewhat ironical that within so short a time after taking office that the Government had had to institute measures which must have surprised and disappointed many of its EFTA partners. (...) In his Government’s opinion it was no less in the interests of the other EFTA countries and many other sterling countries that the currency [pound sterling] should be strengthened and its strength demonstrated. Action had had to be taken to that end. (...) It could be argued that it would have been better in the circumstances for the United Kingdom to impose quotas rather than a surcharge.[...]
Mitterrand, François
Extrait d’un discours fait devant des étudiants et des professeurs de l’Institut d’Études Politiques à l’occasion du référendum français sur le Traité de Maastricht (1992).
Paris, 5 juin 1992
Monsieur le Président, Monsieur le Directeur, Mesdames, Mesdemoiselles et Messieurs, […][p. 95].
Après ce rappel, je voudrais aborder ce que je pourrais appeler des thèmes dialectiques: les questions qui se posent, avec des réponses alternatives. La première, je l’ai déjà évoquée. Le choix qui nous est posé, à nous qui avons vu l’Europe se détruire, perdre sa primauté, risquer même physiquement (et bien entendu politiquement, spirituellement, culturellement) de perdre tout son acquis au bénéfice des Empires qui à l’époque s’appelaient, et s’appellent toujours pour le premier, les États-Unis d’Amérique et l’Union soviétique (notion déjà un peu dépassée), tandis que pointe à l’horizon une autre puissance qui s’appelle le Japon, ce [p. 101] choix, c’est: la guerre ou la paix? [...]
Keller, Michael
Geleitwort zu „Zwischen Abfall und Bekehrung“ (1950).
Es bedarf keiner Rechtfertigung, daß ein Buch wie das des Abbé Godin „Ist Frankreich Missionsland?“ auch auf dem deutschen Büchermarkt erscheint. – Seit dem Mainzer Katholikentag und den aufrüttelnden Worten des Paters Ivo Zeiger sind, Gott dank, auch die deutschen Katholiken unruhiger geworden. Es war hohe Zeit; denn viel ist schon gewonnen, wenn wir die Situation richtig sehen. Dann erst können wir die rechten Mittel finden, um der drohenden Gefahr zu begegnen. [...]
Löwenthal, Richard
Gesellschaftswandel und Kulturkrise. Zukunftsprobleme der westlichen Demokratien (1979)
[Wir leben] heute in einem Zeitalter des westlichen Selbstzweifels [...]. Zugegeben, dass die westliche Dynamik sich als „eine Entwicklungsrichtung von universeller Bedeutung“ [Max Weber] erwiesen hat, so scheint doch die „Gültigkeit“ dieser Richtung überaus fragwürdig zu sein. Hat die westliche Dynamik nicht primär, oder doch letzten Endes, Zerstörung über die Menschheit gebracht? Hat sie nicht viele alte Hochkulturen zerstört und selbst im Leerlauf ihrer Rationalität geendet? Droht sie nicht, die uns umgebende Natur aufzufressen? [...]
Hamburgs Hafen und seine Entwicklung im Zeichen der EWG. Vortrag von Bürgermeister Dr. Nevermann bei der DAG, Berufsgruppe Technische Angestellte und Beamte am 13. November 1962 in der Universität Hamburg
Die hamburgische Wirtschaft ruht auf drei grossen Säulen: dem Hafen, der Industrie und dem Handel. Als stärkste Säule muss immer noch der Hamburger Hafen bezeichnet werden. Die Wechselbeziehungen zwischen ihm und der Industrie sowie dem Handel werden deutlich, wenn man sich seine Funktion als Knotenpunkt des Weltverkehrs vor Augen hält. [...]
Gandhi, Mahatma
Hind Swaraj [Indiens Freiheit]. 1909
[...] The English have not taken India, we have given it to them. They are not in India because of their strength, but because we keep them. Let us now see whether this proposition can be sustained. They came to our country originally for purposes of trade. [...]
Cobbe, Frances Power
Introduction to “The Woman Question in Europe” (1884). Part of the web-feature „European history – gender history“
There have been many movements in the world—some of them recorded in history as portentous events, others forgotten within a few years of their occurrence—which may each be compared to a wave on the surface of the Mediterranean. From the insignificant ripple to the wavehigh billow flecked with foam and breaking in cataracts, they have arisen only to subside to their original level, leaving the boundaries of land and sea where they have stood for a thousand years. There are other movements, on the contrary, which resemble the tides of the Ocean, wherein each wave obeys one uniform impetus, and carries the waters onward and upward along the shore. [...]
Journal of African History 1 (1960), no. 1. Titelbild und Inhaltsverzeichnis
Kommuniqué der Konferenz der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften in Den Haag am 1. und 2. Dezember 1969.
1. Die Staats- bzw. Regierungschefs und die Außenminister der EWG-Mitgliedstaaten kamen auf französische Initiative und auf Einladung der niederländischen Regierung am 1. und 2. Dezember 1969 im Haag zusammen. Am zweiten Tage wurde die Kommission der Europäischen Gemeinschaften zur Teilnahme an den Arbeiten der Konferenz eingeladen.
Lebenslauf der Katharina Walker (ca. 1875). Veröffentlicht im Rahmen des Themenschwerpunkts „Europäische Geschichte – Geschlechtergeschichte“
Am 15. April 1844 wurde ich zu Eden Cottage in der Nähe von Peterhead geboren. Ich habe aber keine Erinnerungen an diesen Ort, denn einige Monate später wurde mein Vater zum Pastor einer ländlichen Gemeinde zu Clatt in Aberdeenshire berufen, und diese Stätte ist es also, welche ich als meine eigentliche Heimath betrachte, hier verlebte ich meine ganze Jugendzeit. Ruhig und einsam war dieses schöne Bergthal, zurückgezogen und still war unser dortiges Leben. Eine Schwester war älter als ich, zwei waren jünger. Bald erschienen noch zwei Kinder, aber nach einem kurzen Aufenthalt bei uns wurden sie heimgerufen. [...]
Deutsches Nachrichtenbüro (DNB)
Meldung zum deutsch-spanischen Kulturabkommen. 19. Januar 1939
DNB. Berlin, 19. Jan. In der Einleitung des deutsch-spanischen Kulturabkommens heisst es, dass der Führer und der Chef der Spanischen Nationalregierung in der Überzeugung, dass zur Vertiefung des zwischen beiden Ländern bestehenden freundschaftlichen Verhältnisses ein Ausbau der wechselseitigen geistigen und kulturellen Beziehungen und eine damit verbundene Förderung der gegenseitigen Kenntnis der Kultur und des Geisteslebens beider Völker erstrebenswert ist, beschlossen haben, ein Abkommen über die geistige und kulturelle Zusammenarbeit beider Staaten abzuschließen. [...]
Migranten mit serbischer Staatsbürgerschaft im Ausland 1971-2002.
Tabellen zu den Staatsbürgern Serbiens (aus Zentralserbien und der Vojvodina) im Ausland 1971-2002 und zu den Staatsbürger Serbiens (aus Zentralserbien und der Vojvodina) im Ausland 1991 und 2002 (nach Aufnahmeländern) [...]
Minderheitenschutzvertrag zwischen den Alliierten und Assoziierten Hauptmächten und Polen. Versailles, 28. Juni 1919
Artikel 1
Polen verpflichtet sich, die in den Artikeln 2-8 dieses Kapitels enthaltenen Bestimmungen als Grundgesetz abzuerkennen, mit der Wirkung, dass kein Gesetz, keine Vereinbarung oder keine amtliche Handlung im Gegensatz oder Widerspruch zu ihnen stehen, und dass kein Gesetz, keine Verordnung und keine amtliche Handlung gegen sie Geltung beanspruchen darf. [...]
Spazier, Richard Otto
Ost und West. Reisen in Polen und Frankreich. 1835
In neuester Zeit kommt dazu, daß es uns nicht mehr erlaubt ist, wie unsern großen Schriftstellern der vergangenen Periode, Vorbereitungen und Studien zu machen; bei uns fällt Entwurf und Ausarbeitung fast immer in einander; die Zeit drängt uns zu sehr. [...] Ich werde Ost und West, Polen und Frankreich, und Alles, was dazwischen liegt, besprechen alternativ wo und wie ich Lust habe, sich vermischen miteinander, bald über den Rhein und die Weichsel, bald über die Seine und die Loire, bald in mein Herz, bald in ein Buch springen.
Senghor, Léopold Sédar
Paris (20 avril 1961).
Comment j’ai appris à connaître et aimer Paris, c’est ce que je voudrais vous dire pas trop longuement. Rassurez-vous, je ne vous parlerai ni du rôle politique ni du rôle économique de Paris; je ne serais pas pertinent.[...]
Lüc, Johann Andreas de [Luc, Jean André de]
Physikalische und moralische Briefe über die Geschichte der Erde und des Menschen an Ihre Majestät die Königin von Großbritannien (1781), Auszüge.
Vor nicht so gar langer Zeit waren vielleicht Auerhähne und Kaninchen die einzigen Bewohner der großen niedersächsischen Plänen . Die ersten Menschen, die sich daselbst niederließen, waren vermuthlich Schäfer, deren Schafe das junge Heidekraut abweideten. Zu ihren ersten Wohnungen wählten sie ohne Zweifel die fruchtbarsten, d.i. die feuchtesten Orte, wo die fruchtbare Rinde durch das Wasser stark genug geworden war, um ihnen die nöthigsten Lebensmittel zu geben. Da sich aber ihre Familien vergrößerten, mußten sich die neuen Colonien auf dem dürren Sande blos mit der von der Luft abgesetzten fruchtbaren Erde begnügen. Bedürfniß ist die Mutter des Fleißes. Der Landmann, der nicht genug gutes Erdreich fand, um seine Familie zu ernähren, holte dasselbe von anderen Orten her zusammen; und so nahm dadurch sehr natürlich die Ausbrechung des Bodens ihren Anfang. [...]
Planwerk Innenstadt (1999).
Institut International de Coopération Intellectuelle
Préparation d’une convention universelle sur le droit d’auteur. 1938
La conférence,
Considérant l’identité des principes généraux qui dominent et des buts vers lesquels tendent la Convention de Berne, revisée à Berlin puis à Rome, et la Convention signée par les États américains à Buenos-Ayres en 1910 puis revisée à La Havane en février 1928; [...]
Demokratie Jetzt
Programm des ersten Landesvertretertreffens von "Demokratie Jetzt": "Für ein gemeinsames Europa – außenpolitische Orientierung". 19.-21. Januar 1990
Eine neue Außenpolitik der DDR muß der Versuchung widerstehen, sich einseitig auf die deutsche Frage zu konzentrieren. Sie wird eine eigene Rolle in und für Europa und Deutschland nur spielen können, wenn sie die wirtschafts- und sicherheitspolitischen Interessen ihrer Nachbarn im Osten angemessen berücksichtigt. [...]
González, Felipe
Rede anlässlich der Unterzeichnung des Beitrittsvertrages zwischen Spanien und der EG. Madrid, 12. Juni 1985
Der heutige Tag ist ein historischer Schritt für Spanien und für Europa. Denn mit den Unterschriften im Beitrittsvertrag zur Europäischen Gemeinschaft haben wir nicht nur die politische Isolierung Spaniens überwunden, sondern auch einen Meilenstein in der Vollendung der Einheit unseres alten Kontinents gesetzt.[...]
Rede von Altiero Spinelli zur Genscher/Colombo-Initiative vor dem Europäischen Parlament (19. November 1981).
Frau Präsidentin, ich möchte noch einmal eine Hilfssprache benutzen.
Wenn ich gläubig wäre, würde ich mit den Worten beginnen „Gott helfe mir!“ Denn eine derartige unerklärliche Hilfe brauche ich für das, was ich in den mir von der Geschäftsordnung zugebilligten erbärmlichen 5 Minuten zu sagen versuche. Ich will versuchen, Herr Genscher und Herr Colombo, Sie dazu aufzufordern, über sich selbst hinauszuwachsen, um der Aufgabe gerecht zu werden, die Sie sich selber vorgenommen haben. [...]
Schuman, Robert
Regierungserklärung. 9. Mai 1950
Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen.
Der Beitrag, den ein organisiertes und lebendiges Europa für die Zivilisation leisten kann, ist unerläßlich für die Aufrechterhaltung friedlicher Beziehungen.[...]
Schröder, Ferdinand
Rundgemälde von Europa im August MDCCCXLIX.
Schickelé, René
Schicksal (1913/1920).
Die Elsässer sind zur Abwechslung wieder Franzosen geworden. Die Franzosen stehen auf dem Standpunkt, daß damit alles beim alten geblieben sei, und sie haben recht.
International Olympic Committee. Medical Commission (Hg.)
Sex Control (1972). Veröffentlicht im Rahmen des Themenschwerpunkts „Europäische Geschichte – Geschlechtergeschichte“
The sex control of all the competitors participating in the women’s sporting events in the 1972 Olympic Games will be carried out in accordance with the decisions and instructions of the Medical Commission of the International Olympic Committee. Neither the fact of this examination nor its results will be made public out of deference to the human rights of the individual. [...]
Staatsbürger-Zeitung Nr. 213 vom 12. September 1882.
Der internationale Congress zur Wahrung nichtjüdischer Interessen wurde am Sonnabend-Abend mit einer Begrüßungsfeier im Weißen Saale des Helbig’schen Elbetablissement eröffnet, zu der sich etwa 150 Teilnehmer - auch einige Damen waren zugegen - eingefunden hatten, darunter mehre Russen und Österreicher und etwa 10 Ungarn, an ihrer Spitze die Reichstagsabg. Victor Istoczy, Geza v. Onody, der Besitzer von Tisza-Eszlar, und Simonyi, ferner die Redakteure des „Egyetértés“ und des „Flüggetlensez“. Berlin war an diesem ersten Abend nur schwach, durch etwa 30 Personen vertreten. Die Ungarn wurden bei ihrem Erscheinen von allen Seiten aufs herzlichste begrüßt und bildeten auch den ganzen Abend über den Mittelpunkt der Gesellschaft.
Kärimi, Fatix
Tatarischer Reisebericht. 1902
Die Hauptstädte Europas sind im Wesentlichen von gleicher Anordnung, zum Beispiel: In jeder von ihnen gibt es, gleich wenn man ankommt, ein paar prachtvolle, ordentliche Straßen und Plätze, an denen Standbilder aufgerichtet sind. [...]
Gentz, Friedrich
Texte zu Gleichgewicht und Konsens in den internationalen Beziehungen.
I. Von dem wahren Begriffe eines politischen Gleichgewichts.
Das, was man gewöhnlich politisches Gleichgewicht (balance du pouvoir) nennt, ist diejenige Verfassung neben einander bestehender und mehr oder weniger mit einander verbundner Staaten, vermöge deren keiner unter ihnen die Unabhängigkeit oder die wesentlichen Rechte eines andern, ohne wirksamen Widerstand von irgend einer Seite, und folglich ohne Gefahr für sich selbst, beschädigen kann. [...]
The Athens Charter (1943/1973).
The City and Its Region
Observations
1 The City is only one element within an economic, social, and political complex which constitutes the region.
The General Framework Agreement for Peace in Bosnia and Herzegovina. Das Dayton-Abkommen von 1995, Paris, 14. Dezember 1995
Annex 7: Agreement on Refugees and Displaced Persons
Article I: Rights of Refugees and Displaced Persons
1. All refugees and displaced persons have the right freely to return to their homes of origin.
The Levant Herald, 18. Januar 1875.
Shortly after one o’clock, the assembled guests sat down to a sumptuous dejeuner à la fourchette, with champagne and other choice wines, servers by Messieurs Vallauri, the Pera confectioners, on several elegantly arranged tables on both sides of the Pera station. At the dessert, Mr. Albert, the general manager, proposed “The Health of His Imperial Majesty Sultan Abdul-Aziz.”
Loon, Hendrik Willem van
The Story of Mankind (1922). Reprint: London 1947, S. 457-465
The world has just passed through an agony of pain compared to which the French Revolution was a mere incident. The shock has been so great that it has killed the last spark of hope in the breasts of million of men. They were chanting a hymn of progress, and four years of slaughter followed their prayers for peace. “Is it worth while,” so they ask, “to work and slave for the benefit of creatures who have not yet passed beyond the stage of the earliest cave men?” [...]
Churchill, Winston
The Tragedy of Europe. Winston Churchills Rede an der Universität Zürich (19. September 1946)
I wish to speak to you to-day about the tragedy of Europe. This noble continent […] is the home of all the great parent races of the western world. It is the fountain of Christian faith and Christian ethics. It is the origin of most of the culture, arts, philosophy and science both of ancient and modern times. If Europe were once united in the sharing of its common inheritance, there would be no limit to the happiness, to the prosperity and glory which its three or four hundred million people would enjoy. Yet it is from Europe that have sprung that series of frightful nationalistic quarrels, originated by the Teutonic nations, which we have seen even in this twentieth century and in our own lifetime, wreck the peace and mar the prospects of all mankind.[...]
The Universal Declaration of Human Rights (1948).
Preamble
Whereas recognition of the inherent dignity and of the equal and inalienable rights of all members of the human family is the foundation of freedom, justice and peace in the world, [...]
Kundera, Milan
Un occident kidnappé oder die Tragödie Zentraleuropas. 1983
[…] Was bedeutet nun tatsächlich Europa für einen Ungarn, einen Tschechen, einen Polen? Von Anbeginn an gehörten diese Nationen zu jenem Teil Europas, dessen Wurzeln im römisch-katholischen Christentum liegen. An allen Phasen seiner Geschichte waren sie beteiligt. [...]
Živkova, Ljudmila
Unity, Creativity, Beauty. Speech at the Opening of the International Children’s Assembly ‘Banner of Peace’, Sofia, August 16, 1979
The call of light, of beauty and daring has brought us here today to this Assembly, to bestow upon us the joy of friendship, of inspiration and discovery, to elevate our thoughts and strivings more purely and boldly towards the world of the beautiful. The Universe has been created according to the laws of beauty, and it is according to the laws of beauty that mankind is called upon to live. The imperative of evolution, the inevitability of development, the necessity for perfection keep the fire of life forever burning. It burns up and destroys the old, clears the way for the new, elevates and in ascending the steps towards perfection asserts new forms of life that have more brightly embraced the light and exist in consonance and harmony with the whole – a flaming bird, a Phoenix, which rises from its own ashes again and again, more beautiful and fiery, striving towards the future.
Lamprecht, Karl
Universalgeschichtliche Probleme. 1904/1905
Viel wichtiger sind für unsere Betrachtungen diejenigen Vorgänge universaler Beziehungen, in denen es gelingt, tatsächliche starke Einflüsse einer bestimmten menschlichen Gemeinschaft einer anderen innerhalb ihres menschlich verlaufenden Entwicklungsprozesses als in ständiger Entwicklung fortdauernd einzuimpfen.[...]
Fischer, Joschka
Vom Staatenverbund zur Föderation – Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. "Humboldt-Rede", 12. Mai 2000
Die Erweiterung wird eine grundlegende Reform der europäischen Institutionen unverzichtbar machen. Wie stellt man sich eigentlich einen Europäischen Rat mit dreißig Staats- und Regierungschefs vor? Dreißig Präsidentschaften? Wie lange werden Ratssitzungen dann eigentlich dauern? Tage oder gar Wochen?[...]
Machiavelli, Niccolò
Von den Heeresarten und vom Söldnerwesen (1513).
Nachdem ich im einzelnen alle Eigenschaften jener Fürstenherrschaften erörtert habe, über die zu sprechen ich mir eingangs vorgenommen hatte, und ein gut Teil der Gründe für ihr Wohlergehen und ihren Verfall dargestellt sowie die Mittel aufgewiesen habe, mit denen viele sie zu erwerben und zu behaupten suchten, bleibt mir nur noch übrig, im allgemeinen über Angriffs- und Verteidigungsmöglichkeiten zu sprechen, in die jede der vorgenannten Fürstenherrschaften geraten kann. Wir haben oben gesagt, daß ein Fürst gute Grundlagen haben muß; sonst geht er notwendig unter. Die hauptsächlichen Grundlagen, die alle Staaten brauchen – sowohl die neugegründeten wie die altererbten oder die aus diesem gemischten – sind gute Gesetze und ein gutes Heer. Und da es keine gute Gesetze geben kann, wo es kein gutes Heer gibt, aber dort, wo ein gutes Heer ist, auch gute Gesetze sein müssen, will ich die Erörterung der Gesetze übergehen und nur vom Heerwesen sprechen. [...]
Internationales Institut für geistige Zusammenarbeit
Vorbereitungen für eine Weltkonvention zum Schutz von Urheberrechten. 1938
Die Konferenz hat in Erwägung gezogen, dass die Berner Konvention, revidiert in Berlin und dann in Rom, und die von den amerikanischen Staaten im Jahre 1910 in Buenos Aires unterzeichnete und später im Februar 1928 in Havanna revidierte Konvention in den wesentlichen Grundzügen und Zielen identisch sind; [...]
Tamai Kisak
Vorwort zu „Die erste Monatszeitschrift eines Japaners in Europa. Ost-Asien“ (1898).
Vorwort. Ost-Asien erregt seit einigen Jahren mehr als je zuvor die Aufmerksamkeit von ganz Europa. Mögen auch zwischen den einzelnen Ländern und Völkern Ost-Asiens nicht wenige und auch nicht geringe Unterschiede bestehen, so besitzen alle zusammen doch eine ähnliche gemeinsame Einheit der Kultur, wie die Staaten und Nationen Europas in ihrer Gesamtheit. Ganz Ost-Asien wird darum, wie der Titel der vorliegenden Monatsschrift besagt, zum Bereich ihres mannigfaltigen Inhalts gehören; doch soll aus ihrer allgemeinen Bestimmung ein besonderer Zweck hervortreten, nämlich die Pflege eines regeren, dichteren Handelsverkehrs zwischen Japan und Deutschland, den beiden seit den letzten Jahrzehnten am meisten aufstrebenden Reichen in Ost-Asien und Europa. [...]
Zeitungsbericht über den Einzug der späteren preußischen Königin Luise in Berlin. Königl. Privilegierte Berlinische Zeitung, 1793
Schon in der vorigen Woche herrschte in unsrer Stadt die froheste Geschäftigkeit, da der Tag herannahete, an welchem die Durchlauchtigen Prinzessinnen Louise und Friederike von Mecklenburg Strelitz, Verlobte Ihrer Königl. Hoheiten des Kronprinzen und des Prinzen Ludwig, ihren Einzug in Berlin halten sollten.[...]
Sprache
Deutsch
English
Links
Die EU im Überblick
Deutscher Bildungsserver - EU
The European Library
Europäische Union
Wikipedia Themenportal Europa
(C) Clio-online / Themenportal Europäische Geschichte 2006-2010.
Powered by Rainbowportal Framework
Startseite
|
Anmelden