Sexualimages US-amerikanischer, französischer und schwedischer Frauen in österreichischen und westdeutschen Medien der 1950er- und 1960er-Jahre

Sexualität und Geschlechterrollen zählten zu jenen soziokulturellen Feldern, die in der BRD und in Österreich in den Nachkriegsjahren besonders heftig diskutiert wurden. Mehr oder weniger Konsens bestand darüber, dass die NS-Geschlechterimages und die mit ihnen einhergehende pro- und antinatalistische Sexualideologie nur mehr zwecks Abgrenzung aufgerufen werden konnten. Sollte man also bei der Etablierung eines ‚neuen‘ Männer- und Frauenbildes und entsprechender Sexualformen an die Tradition der Weimarer Republik oder sogar des Kaiserreichs in der BRD bzw. an den Ständestaat oder die Erste Republik in Österreich anknüpfen? [...]

Sexualimages US-amerikanischer, französischer und schwedischer Frauen in österreichischen und westdeutschen Medien der 1950er- und 1960er-Jahre[1]

Von Franz X. Eder

Sexualität und Geschlechterrollen zählten zu jenen soziokulturellen Feldern, die in der BRD und in Österreich in den Nachkriegsjahren besonders heftig diskutiert wurden.[2] Mehr oder weniger Konsens bestand darüber, dass die NS-Geschlechterimages und die mit ihnen einhergehende pro- und antinatalistische Sexualideologie nur mehr zwecks Abgrenzung aufgerufen werden konnten. Sollte man also bei der Etablierung eines ‚neuen‘ Männer- und Frauenbildes und entsprechender Sexualformen an die Tradition der Weimarer Republik oder sogar des Kaiserreichs in der BRD bzw. an den Ständestaat oder die Erste Republik in Österreich anknüpfen?[3] Eine solche Wiederbelebung hatte angesichts des unüberbrückbaren nationalsozialistischen ‚Kulturbruches‘ und der nicht zu verleugnenden ‚Neuen Zeiten‘ keine Chance. In den späten 1940er-Jahren nahm man deshalb Sexual- und Geschlechterimages anderer Länder und Kulturen in den Fokus. Der in Zeitungen und Zeitschriften, aber auch in Film und Radio ausgetragene Diskurs changierte in der Folge zwischen dem ‚Eigenen‘ und ‚Fremden‘ bzw. ‚Anderen‘, das man in diesen ‚Bildern‘ zu erkennen glaubte. Auch wenn der diskursive Mainstream in den 1950er- und frühen 1960er-Jahre einem konservativ-christlichen Familien- und Sexualideal folgte, entwickelte sich der hier sichtbare Sexualdiskurs vielfältiger als dies viele der politischen und kirchlichen Akteure propagierten.[4]

Der vorliegende Text zeigt anhand von illustrierten Magazinen und Filmen, wie die Amerikanisierung und Westernisierung von Sexualität und Geschlechterrollen in der BRD und in Österreich mittels US-amerikanischer, französischer und schwedischer Images diskutiert wurde.[5] Unter „Image“ werden dabei Vorstellungen, Einstellungen und Gefühle verstanden, die mit einem (meist bildlichen) Objekt erzeugt werden (sollen); gleichzeitig wird darunter aber auch (im Sinn des englischen „image“) das mentale Bild gemeint, das damit hergestellt wird bzw. hergestellt werden soll. Wobei eine rigorose Trennung von physischem und mentalem Bild (picture und image) sowohl in praktischen Bildakten wie auch in der wissenschaftlichen Analyse und Interpretation nicht möglich und sinnvoll erscheint.[6] Konstruktionen von Andersartigkeit und Fremdheit erfolgen dabei nicht bloß in Gegenüberstellung von positiven (zumeist den eigenen) und negativen (zumeist dem fremden/anderen) Eigenschaften, sondern in einem vielstimmigen Prozess der Problematisierung – hier der eigenen und fremden Geschlechter- und Sexualitätsimages.[7] Auch wenn die Männerbilder in diesem Diskurs ebenfalls zur Disposition standen, gehörte die Aufmerksamkeit doch eindeutig den Images von Frauen.

In den 1950er- und 1960er-Jahren bediente man sich recht unterschiedlicher visueller und textlicher Strategien, um erotisierte und sexualisierte Frauen und mit ihnen die Geschlechterrollen anderer bzw. fremder Kultur zu problematisieren und sie mit den eigenen zu vergleichen.[8] In der Frühphase geschah dies wohl am häufigsten mittels US-amerikanischer Pin-up girls und Hollywood Starlets. Beide Frauentypen wurden fotografisch oder mittels Zeichnungen visualisiert und meist als naive junge Frauen charakterisiert, die ihren aufregenden erotischen Körper einsetzten, um beim Film Karriere zu machen oder sich einen reichen Mann zu angeln. Die Meinungen und (moralischen) Wertungen der Autoren – fast ausschließlich Männer – blieben dabei recht ambivalent: Einerseits versprachen diese verführerischen Frauen potentielle Liebes- und Heiratskandidatinnen zu sein, andererseits konnte man ihren Versprechungen nicht wirklich trauen. Womöglich waren die Pin-up girls und Schauspielerinnen überhaupt nicht für ein Dasein als treue Gattin geeignet, weil sich ihr überbordender „Sexappeal“ kaum in eheliche Bahnen und eine stabile Wiederaufbaufamilie kanalisieren ließ.

In einem Artikel aus dem in Österreich erschienenen illustrierten Magazin Cocktail, konnte man im Jahr 1951 „Die Wahrheit über die Pin-up-Girls“ lesen: „Der normale Durchschnittsmensch macht sich über die geistige Primitivität der ersten Schönheiten dieses Kontinents [der USA] ein völlig unzutreffendes Bild. Insbesondere die Super-Pin-up-Girls – die Fotomodelle und Filmstars – sind sehr problematische Ehefrauen und es ist keineswegs ein Zufall, dass in Hollywood dreimal mehr Ehen auseinandergehen, als in jeder anderen Stadt Amerikas. […] Liebe ist eine Nebenbeschäftigung und auch die Ehe wird nicht ernstgenommen. Diese Frauen, die einem unbegrenzten Individualismus huldigen, haben es vollständig verlernt, ihren Ehemännern auf halbem Weg entgegenzukommen. Nur das eigene Ich ist wichtig.“[9] US-amerikanische Frauentypen wie diese schätzte man zwar wegen ihrer Erotik, doch bestand auch hier die Befürchtung, dass sie sich nicht in die Rolle der lebenslangen Kameradin, umsichtigen Hausfrau und liebevollen Mutter einpassen würden. Die unterlegten konservativen Ehenormen kamen im Quellentext beim Thema der gelungenen Hollywood-Ehen zum Vorschein: „Natürlich gibt es auch sehr glückliche Ehen in Hollywood. Aber mit wenigen Ausnahmen sind es solche, in denen die Frau die Rolle des stillen Teilhabers übernommen hat. […] Ihre außergewöhnliche Intelligenz veranlaßte sie im richtigen Augenblick auf den äußeren Erfolg zu verzichten, um dafür etwas einzutauschen, was mit allem Ruhm dieser Welt nicht erkauft werden kann: eine glückliche Ehe.“[10]

Die abgebildete „‚Cocktail‘ Reportage aus Hollywood“ entsprach in vielem den Text- und Bildgattungen, mit denen man sich solchen fremden Frauenimages in den späten 1940er- und in den 1950er-Jahren näherte: Die (männlichen) Autoren ließen sie in Reportagen, (Reise-)Berichten und ‚Surveys’ inmitten angeblich authentischer ‚Stories’ auftreten und reflektierten dabei die gesellschaftlichen Konsequenzen ihrer Andersartigkeit. Wie im obigen Beispiel dienten die Abbildungen meist dazu, die textlichen Konnotationen zu verstärken: In Cocktail konkurrierte das „seriöse“ Pin-up-Girl (S. 26) mit dem „Super-Atom-Girl“ (S. 25), das sich durch seine „Schönheit, Aufmachung und Sex-appeal“ abhob und dabei um einiges mehr nackte Haut zeigte. Auch der Hinweis auf die ‚unzeigbaren’ Pin-ups, die man wegen des österreichischen Strafrechts nicht abdrucken konnte, animierte die Fantasie der Leser (S. 26).[11] Ikonisch betrachtet mutierte der weibliche Körper bei diesen ‚Busen- und Bein-Schönheiten’ zu einem sexualisierten Konsumobjekt, welches das Begehren anregen sollte und dessen man sich bedienen konnte. Das ‚Mädchen von Nebenan’ erschien so als eine unkomplizierte ‚Puppe’, deren erotisches Angebot man auch im durchschnittlichen Ehebett nachfragen und erwarten konnte.[12] Durch den Objekt- und Warencharakter unterschieden sich die Pin-up-Figuren elementar von den ‚starken’ Hollyood-Diven à la Rita Hayworth (S. 24) und Jane Wyman (S. 24), die als Subjekte auftraten, ihre laszive Ausstrahlung selbstbewusst einsetzten und als komplizierte Persönlichkeiten kommuniziert wurden.

Beide Images waren in einen interpikturalen Diskurszusammenhang eingeschrieben, der hier ebenfalls aufgerufen wurde:[13] Die Pin-up-Inszenierung kannte man spätestens seitdem dieses Genre von amerikanischen Soldaten nach Kriegsende zusammen mit Schokolade und Nylonstrümpfen unter die Leute gebracht wurde. Kaum eine Publikumszeitschrift kam seither ohne diese immer lächelnden, halbnackten Mädchenfiguren mit ihren teils skurrilen Körperverdrehungen und künstlichen Settings aus – diese wurden oftmals durch unbekannte österreichische und deutsche Starlets nachgestellt. Dasselbe galt für die Ikonografie posender Schauspielerinnen, welche sich weniger durch nackte Haut auszeichneten als vielmehr durch die (Film-)Rollen, die man mit ihnen assoziierte und durch das glamouröse Hollywoodleben, das sie angeblich führten. Angeschlossen wurde auch an die ‚lange’ Fototradition der (halb-)nackten ‚fremden’ Frau/en – exemplarisch sei hier auf die Reportagefotos von als ‚wild’ und naturnahe beschriebenen Nackttänzerinnen in der Zwischenkriegszeit und die Inszenierung von nackten schwarzen Frauen bei Völkerschauen und in ethnologischen ‚Dokumentationen’ um 1900 verwiesen.[14]

In Cocktail warfen diese Frauen auch auf textlicher Ebene ihren erotischen „Köder nach einem heiratsfähigen Mann“ aus und wollten ihn vor den Traualtar bringen, bevor er erkannte, dass sie „aussen mondän und raffiniert zurechtgemacht (waren), innen aber hohl und oberflächlich“ (S. 24). Für eine gelingende Ehe erwarteten zeitgenössische Männer hingegen eine „Frau und Kameradin“ (S. 24) und tendierten dazu, „die schöne Frau zu bewundern, und das normale Mädel mit gesundem Menschenverstand zu heiraten“ (S. 26). Schwer zu domestizierende Frauen galten für sie als Hauptgrund, warum „glückliche Ehen“ – genauso wie die Konsum- und Wohlstandsgesellschaft – noch als ein (zukünftiges) Ideal gesehen wurden, das angesichts nach wie vor hoher Scheidungs-, Illegitimitäts- und Abtreibungsraten und prekärer Einkommens- und Wohnverhältnisse kaum zu realisieren war.[15]

Das Cocktail-Magazin (1949–1952, Metropol Verlag Wien) gehörte zu den zahlreichen – großteils noch unerforschten – populären Zeitschriftenformaten, welche in diesen Jahren mit einem Mix aus Reportage, Karikaturen, erotischen Fotos, Fortsetzungsromanen, Rätseln, Witzen, Reiseberichten und anderen publikumswirksamen Text- und Bildgattungen auf den Markt kamen. Für drei Schilling oder 0,80 DM war es relativ günstig und konnte per Abo-Versand und am Kiosk erworben werden. Nach dem Inkrafttreten der „Schmutz- und Schundparagrafen“, verschwand es wie Dr. Faust. Zeitschrift für Probleme des Lebens, Wiener Melange,Mephisto und andere Magazine, die mit erotischen und sexuellen Themen um Käufer und Käuferinnen kämpften, rasch wieder von der Bildfläche.[16] Zu den Redaktionsstrategien gehörte es, dass die Autorenschaft verdeckt blieb (wie im vorliegenden Fall mit „WPS“) und damit rechtliche Schritte erschwert wurden. Notwendig wurde eine solche Vorgangsweise in Österreich aufgrund des 1950 beschlossenen „Gesetz[es] über die Bekämpfung unzüchtiger Veröffentlichungen und den Schutz der Jugend gegen sittliche Gefährdung“. Seitdem wurden Zeitschriften durch Kommissionen in den Bundesländern und in der Kirche verschärft zensuriert. Wobei es nicht nur um den Schutz der Jugend ging, sondern auch um ein „schweres Unrecht“, weil man „den Erhaltungs- und Fortpflanzungstrieb des Menschen zum Ausgangpunkt des schnöden Erwerbs“ mache. Als „unzüchtig“ sollte jede Handlung gelten, durch „welche die Sittlichkeit in geschlechtlicher Beziehung verletzt wird“, wobei von Fall zu Fall entschieden werden musste, ob und wie dies geschah – etwa auch, weil das Sexuelle in einem (populär-)wissenschaftlichen Werk in einem unsittlichen Kontext dargestellt wurde.[17] Für die Produzenten solcher Publikationen stellte sich also nicht primär die Frage, ob ihre Werke erotisch oder pornografisch waren, sondern ob sich die Zensur im obigen Sinn gegen ihr Produkt aussprechen würde.

In Zeitschriften wie Cocktail konnte man in diesen Jahren auch auf die Kinsey-Reports und ihre Aufsehen erregenden Statistiken über das Sexualleben der amerikanischen Frauen stoßen.[18] Die Mediziner Leo Dembicki und Willy Feyerabend brachten sie 1954 sogar in einem eigenen Band Die Sexualität der Frau. Eine Auseinandersetzung mit Kinsey auf den Markt. Demnach seien die amerikanischen Ehen und Beziehungen seit dem Zweiten Weltkrieg von „sexuelle[r] Fitneß“[19] geprägt. Durch den materiellen Wohlstand und die fortschreitende Emanzipation der Frau hätten die ehelichen Gemeinschaften dort „einen provisorischen, spielerischen und auf die Sexualität bezogenen Charakter“[20] erhalten. US-Verhältnisse könnte man – bei fortschreitender Amerikanisierung der europäischen Kultur – in naher Zukunft auch bei deutschen und österreichischen Frauen (und Männern) erwarten. In den USA könne man sehen, dass sich die „‚Sexualtechnik‘ gerade in den oberen Sozial- und Bildungsschichten immer mehr durchsetzt und dabei alle Momente persönlicher Liebesbeziehungen und Erotik zu verdrängen droht“.[21]

Statistische Vergleiche des Sexual- und Liebeslebens von US-Amerikanerinnen und westdeutschen sowie österreichischen Frauen – bei letzteren beiden musste man sich mangels Umfragen und Studien zumeist auf ‚Hochrechnungen‘ und Schätzungen stützen – eigneten sich bestens, um die Vor- und Nachteile der amerikanischen Sexualkultur zu bespiegeln.[22] Im österreichischen Ehe- und Lebensratgeber 1x1 des glücklichen Lebens konnte man dazu folgende Gegenüberstellung finden: „Nur 22 Prozent der amerikanischen jungen Mädchen erreichen durch die vorehelichen Liebesspiele (petting) oder durch Onanie den Orgasmus, während diese Zahl nach verläßlichen Untersuchungen in der Steiermark und in Wien höher liegt (42 Prozent).“ Hingegen schnitten österreichischen Frauen bei der Orgasmushäufigkeit in der Ehe schlechter ab, was den Autor Stefan Neiger zu dem Schluss kommen ließ: „Nach Kinsey sind aber die vorehelichen Orgasmuserfahrungen der Frau für die Orgasmusfähigkeit auch in der Ehe sehr wichtig! Das heißt, daß die österreichische Frau mit besseren Vorbedingungen in die Ehe kommt, aber dann vernachlässigt wird.“[23] Solche mit Bewertungen und Prognosen gespickten Gegenüberstellungen führten dazu, dass auch hier die amerikanische Frau als das Andere der deutschen und österreichischen Frau und gleichzeitig als deren Zukunft gesehen wurde. Anhand der Statistiken ließ sich auch trefflich über die generelle politische, gesellschaftliche und kulturelle Situation und die zukünftige Ausrichtung diskutieren. Letztendlich gingen die Meinungen dann aber in ein und dieselbe Richtung: Sollten sich der American way of life und die Konsumgesellschaft durchsetzen, konnte man in Sachen Sexualität und Geschlechterrollen ebenfalls bald amerikanische Verhältnisse erwarten.

‚Fremde’ Frauenimages fand man in den 1950er-Jahren nicht nur jenseits des Atlantiks, dazu konnte man auch auf die ‚laszive’ Französin Brigitte Bardot zurückgreifen, die im deutschsprachigen Raum ebenfalls auf enormes Medieninteresse stieß: 1956 verkörperte sie in … und immer lockt das Weib (Et Dieu … créa la femme; F 1956; R: Roger Vadim) das 18-jährige Waisenmädchen Juliette, das von ihren sexuellen Begierden zu allen möglichen Exzessen getrieben wurde. Bardot stand für einen Frauentyp, der durch seine aktive Sexualität und überbordende Lebenslust permanent in Konflikte mit dem patriarchalen System geriet und trotzdem – oder gerade deswegen – die Männer reihenweise ins Verderben stürzte. Während die Pin-up girls und Hollywood Starlets letztendlich im Ehehafen landeten, war BB aber nicht für die Monogamie geeignet. An ihr ließ sich auch die Kluft zwischen christlichem Eheideal und der neuen „sexy“ Frau problematisieren: Letztere hatte wenig im Sinn mit den vier ‚Ks‘ – Kinder, Kirche, Küche, Konsum –, welche man den Ehegattinnen auferlegte. Genauso wenig entsprach sie den kirchlichen Imperativen der vor- und außerehelichen Enthaltsamkeit, der Einhegung der Sexualität in der Ehe und der Erfüllung des Fortpflanzungsimperativs.

Im deutschsprachigen Raum repräsentierte ‚die‘ Französin Eigenschaften, die sie schon im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zum Ideal der ‚modernen‘ Frau gemacht hatten: Sie galt als selbstbewusst und ‚emanzipiert‘, konnte Haushalt und Beruf vereinigen, pochte in der Ehe auf ihre Rechte und besaß Erfahrungen in Verhütungsfragen – all dies brachte sie auf Augenhöhe mit ihrem Gatten und führte zur Realisierung der ‚französischen (Zwei-Kind-)Familie’. Es verwundert nicht, dass man dieses Image in den 1950er-Jahren reaktivierte und die Femme fatale à la Brigitte Bardot als seine, wenn auch extreme Ausprägung interpretierte. Im Vergleich mit deutschen Frauen erschien es äußerst bedrohlich – etwa 1955 in einem Praline-Artikel, in dem es um weiblichen Charme im europäischen Vergleich ging: „Deutschen Charme und Innigkeit verkörpert Maria Schell, die in ihren Rollen stets das Herz und die Seele in den Vordergrund stellt. Sie ist die Idealfigur der jungen deutschen Bilderbuch-Frau mit viel Gemüt, Nettigkeit und einem Schuß Hilflosigkeit und Kameradschaft […]. Ihr krasses Gegenstück ist die skandalumwitterte Eva Bartok, die ihr Temperament, ihre Weiblichkeit spielen lässt. Sie ist ein burschikoser Vamp, eine, um französisch zu werden, femme fatale auch in ihrem Privatleben. Aber, Hand aufs Herz, so ein Pin-up-Bild schaut sich jeder gerne an, wenn sie gut gewachsen ist, die Dame, und nett aussieht. Sie muß aber mehr verspüren lassen, als nur Schönheit, und hier kommt's auf den Charme an.“[24] Bezeichnend war an dieser Passage nicht nur der Kurzschluss zwischen Vamp und Pin-up girl, sondern auch die Tatsache, dass man das französische Stereotyp problemlos auf die ungarisch-englische Schauspielerin Eva Bartok übertragen konnte.

In den frühen 1950er-Jahren trat eine weitere ‚fremde’ Frau auf die mediale Bühne Westdeutschlands und Österreichs: die Schwedin. Die Basis für das Image der sexuell „freien“ bzw. „freizügigen“ schwedischen Frau wurde mit Filmen wie Arne Mattssons Sie tanzte nur einen Sommer (Hon dansade en sommar; S 1951) und Ingmar Bergmans Die Zeit mit Monika (Sommaren med Monika; S 1952) gelegt. Beide Streifen zeigten nackte und sexuell aktive junge Frauen (und Männer), die in Konflikt mit den rigid-konservativen Eltern(-Generationen) gerieten (im ersteren Fall) und sich mit den Schwierigkeiten von Elternschaft und Ehe (im zweiten) auseinandersetzen mussten. Besonders die Nacktbadeszenen in Mattssons Film wurden heftig debattiert. Für die Kommentatoren galten sie als Ausdruck des freien schwedischen Sexual- und Liebeslebens, das der menschlichen Natur ihren Lauf ließ und in das kaum durch gesetzliche und moralische Sanktionen eingegriffen wurde. Wenn sich in Mittel- und Westeuropa die gesetzlichen Rahmenbedingungen in diese Richtung veränderten, hätte man mit ähnlichen Verhältnissen zu rechnen.

Das Time-Magazin veröffentlichte im April 1955 einen Artikel „Sin and Sweden“, in dem über die „offene“ Sexualaufklärung in Schweden und die frühen sexuellen Kontakte unter Jugendlichen berichtet wurde.[25] Ab diesem Zeitpunkt mutierte Schweden zum sexuellen ‚Traumland’ europäischer Journalisten, welche die (angeblich) freizügige Sexualkultur als direkte Auswirkung des „hohen“ Lebensstandards interpretierten. Einen weiteren Schritt zur Sexualisierung ‚der‘ Schwedin trug 1963 Ingmar Bergman mit seinem Film Das Schweigen (Tystnaden; S 1963) bei. Dort wurde die Sexualität als Substitut für mangelnde Liebes- und Familienbeziehungen in einer kalten, beziehungslosen Welt inszeniert.[26] Ein Gutteil der 10,5 Million deutschen Kinogänger, die den Streifen in den ersten 19 Monaten sahen, wollten aber vor allem die kurzen ‚Sexszenen‘ bestaunen – Episoden in einer Kirche und in einem Kino sowie das Gesicht einer masturbierenden Frau.[27]

Mit Verweis auf die schwedische Gesellschaft ließen sich die langfristigen Konsequenzen des liberalen Sexualstrafrechts genauso diskutieren wie die sexuellen Folgen des Wohlfahrtsstaates und der (Massen-)Konsumgesellschaft. Auch wenn die „freizügige“ Schwedin ein Stereotyp und die schwedische Gesellschaft der frühen 1960er-Jahre in Sachen Sexualität keineswegs liberal, sondern eher konservativ ausgerichtet war, galt „sexuelle Freiheit“ fortan als typisch schwedisches Markenzeichen.[28] In einem Artikel der Neuen Illustrierten wurden 1965 die diesbezüglichen deutschen Sehnsüchte und Ängste artikuliert: „Wie frei sind Schwedens Frauen? Wenn das Wort ‚Schweden‘ oder gar ‚Schwedin‘ fällt, dann horchen viele Deutsche auf. Für die einen sind es Warnungssignale, für die anderen verführerische Musik. Der Durchschnittsdeutsche denkt an Nacktbaden, Unmoral, Sex-Besessenheit, Alkoholmißbrauch, Herrschaft der Frauen, Flucht der Männer.“[29]

Worauf zielte der skizzierte Diskurs über die Images der ‚anderen‘ bzw. ‚fremden’ Frau – der US-Amerikanerin, der Französin und der Schwedin? Erstens konnte man mit diesen Images ein gutes Stück weit über die ‚eigene‘ Sexual- und Geschlechterkultur hinausblicken. Unter Hinweis auf die ‚Andere’ ließen sich halbnackte Frauenkörper in die Zeitschriften und auf die Kinoleinwand bringen sowie erregende Geschichten über ihr Verhältnis zu Männern erzählen. All das verkaufte sich hervorragend, und um Umsatzzahlen ging es bei diesen Medienprodukten zuallererst. Zweitens verhinderten die „Schmutz- und Schundgesetze“ bis Mitte der 1970er-Jahre, dass „unzüchtige“ Texte, Bilder und Filme offiziell in die Zeitschriftenläden, Buchgeschäfte und Kinos kamen. Indem man in ‚objektiven‘ Reports, Umfragen und Studien über ausländische und fremde Sexualpraktiken berichtete und dabei keine allzu explizit sexuellen, geschweige denn pornografische Anspielungen machte, konnte man auf diesem Wege der Strafverfolgung entgehen. Auch unter dem Deckmantel der (sexuellen) Aufklärung und eines medizinisch-pädagogischem Impetus konnten dann Themen angesprochen werden, die sich knapp an der Zensurgrenze bewegten.

Drittens kreiste der vorgestellte Diskurs nur vordergründig um ‚fremde‘ bzw. ‚andere‘ Frauenimages. Eigentlich ging es den Diskursproduzenten um die Sexualität und Genderrollen der deutschen und österreichischen Frauen und um ihren Platz in Partnerschaft, Ehe und Familie sowie um ihren Anteil am Arbeitsleben, an der Öffentlichkeit und Gesellschaft. Anhand der (stereo-)typisierten US-amerikanischen, französischen und schwedischen Frauenimages konnte man durchspielen, wohin die Entwicklung führte, wenn sich auch hierorts Wirtschaftswunder und Wohlstandsgesellschaft durchsetzten und es zur Emanzipation der Frau kam. Wobei sich die (männlichen) Diskursträger durchaus gespalten zeigten: Einerseits befürchteten sie durch Emanzipation und Sexualisierung bedeutende Nachteile für das eigene Geschlecht. Die moderne Frau sei zu selbstbestimmt und egozentrisch, wenig liebes- und familienorientiert, sie bestünde auf ihrer Berufstätigkeit und sähe im Mann einen Partner auf gleicher Augenhöhe. All dies galt in den 1950er- und frühen 1960er-Jahren als bedrohliches Szenario für die (klein-)bürgerliche Familie und patriarchale Vorrechte. Auf der anderen Seite konnten die Autoren kaum den erotischen und sexuellen Verlockungen dieser imaginierten Frauentypen widerstehen und ließen ihren Fantasien in Bildern und Texten (fast) freien Lauf. Wohl unbeabsichtigt trugen sie auf diesem Wege dazu bei, dass sich diese sexuellen Images und Geschlechterrollen in den späten 1960er- und vor allem in den 1970er-Jahren (zumindest teilweise) realisierten.

Die (west-)europäischen Dimensionen der hier für den deutschsprachigen Raum diskutierten ‚fremden’ Sexual- und Frauenimages sind nicht zu übersehen.[30] Anhand solcher Images wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren auch über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der europäischen Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme, über deren Wertekanon und Vorbildcharakter debattiert – und auch über die Vor- und Nachteile der US-amerikanischen Kultur und den American way of life. Am deutlichsten kam dies wohl in der Diskussion über die „Schwedische Sünde“ zum Ausdruck, die in vielen westeuropäischen Ländern geführt wurde.[31] Schweden galt als das Land, in dem besonders viele sexuell permissive Frauen lebten – eine Entwicklung, die in anderen Ländern, die diesen Pfad einschlugen, ebenfalls erwartet bzw. befürchtet wurde. Italien, Spanien, Portugal und Österreich wiederum standen für Kulturen, die man nach wie vor unter dem Einfluss der katholischen Kirche sah – auch wenn man sich im Sexualdiskurs, wie das vorgestellte Quellenbeispiel demonstriert, schon längst Gedanken über neue Geschlechterrollen und Sexualimages machte. Nationale Zuschreibungen von sexuellen Stereotypen wie der ‚prüden Engländerin’ und der ‚toleranten Holländerin’ bauten dabei auf teils jahrzehnte-, wenn nicht jahrhundertealte Traditionen auf und wurden nach dem Zweiten Weltkrieg europaweit diskutiert. In England und der Bundesrepublik Deutschland hielt sich nach dem Krieg das relativ junge Image des übersexualisierten US-amerikanischen Soldaten – er galt als „overpaid, oversexed, and over here“[32] – und führte dazu, dass man die Kinsey-Reports genauso kritisch beäugte wie die „cheesecake photos“ (Pin-up-Fotos), die mit Magazinen wie Razzle,Flirt und bald auch Playboy über den Atlantik schwappten.[33] Debatten wie diese fanden primär in den westeuropäischen Ländern statt bzw. in jenen Ländern, die unter dem Einfluss der Westernisierung und Amerikanisierung standen. Selten, aber doch tauchten dabei auch Frauenimages aus anderen ‚Kontinenten’ auf – beispielsweise die ‚schwarze Frau’, die mit den Verheißungen einer naturnahen, atavistischen Sexualität winkte und gleichzeitig Assoziationen mit einer kulturlosen und außer Rand und Band geratenen Gesellschaft hervorrief, die man noch aus den Kriegs- und Nachkriegsjahren kannte. Eine markante Leerstelle des Diskurses sollte dabei nicht übersehen werden: Wenn in den westeuropäischen Medien dieser Zeit über aktuelle und zukünftige Frauen- und Sexualimages diskutiert wurde, spielten die sozialistischen und kommunistischen Länder Ost- und Südosteuropas kaum eine mehr oder weniger keine Rolle. Verirrte sich dennoch einmal eine „Arbeiterin“ aus der DDR oder der Sowjetunion in ein Magazin, wurde sie einer ‚ethnografischen’ Betrachtung unterzogen, die klarmachte, dass es sich hier um keine ‚realistische’ Option für die Frauen (und Männer) im ‚Westen’ handelte.



[1] Essay zur Quelle: Die Wahrheit über die Pin-up-Girls (Cocktail, 1951).

[2] Einen Überblick über die Literatur geben mehrere Beiträge in Paulus, Julia; Silies, Eva-Maria; Wolff, Kerstin (Hgg.), Zeitgeschichte als Geschlechtergeschichte. Neue Perspektiven auf die Bundesrepublik, Frankfurt am Main u.a. 2012; Eder, Franz X., Die lange Geschichte der ‚Sexuellen Revolution‘ in Westdeutschland (1950er bis 1980er Jahre), in: Bänziger, Peter-Paul; Eder, Franz X.; Eitler, Pascal; Beljan, Magdalena (Hgg.), Sexuelle Revolution? Zur Geschichte der Sexualität im deutschsprachigen Raum seit den 1960er- Jahren, Bielefeld 2015, S. 25–61; Liebeknecht, Moritz, Sexualität als Gegenstand der Zeitgeschichtsforschung und der Sexualwissenschaft in der frühen Bundesrepublik, in: Zeitschrift für Sexualforschung 28 (2015), S. 132–148; Bänziger, Peter-Paul; Stegmann, Julia, Politisierungen und Normalisierung. Sexualitätsgeschichte des 20. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum, in: H-Soz-Kult, URL: <http://www.hsozkult.de/literaturereview/id/forschungsberichte-1120> (10.10.2016).

[3] Vgl. Eder, Franz X., „Auf die ‚gesunde Sinnlichkeit‘ der Nationalsozialisten folgte der Einfluss der Amerikaner“. Sexualität und Medien vom Nationalsozialismus bis zur Sexuellen Revolution, in: zeitenblicke 7 (2008), Nr. 3, URL: <http://www.zeitenblicke.de/2008/3/eder/index_html> (10.10.2016); Heineman, Elizabeth D., Sexuality in West Germany. Post-Fascist, Post-War, Post-Weimar, or Post-Wilhelmine?, in: Kießling, Friedrich; Rieger, Bernhard (Hgg.), Mit dem Wandel leben. Neuorientierung und Tradition in der Bundesrepublik der 50er und 60er Jahre, Köln 2011, S. 229–245.

[4] Vgl. Eder, Franz X., Kultur der Begierde. Eine Geschichte der Sexualität, München 22009, S. 216 ff; Herzog, Dagmar, Die Politisierung der Lust. Sexualität in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts, München 2005; Heineman, Elizabeth D., Before Porn was Legal. The Erotica Empire of Beate Uhse, Chicago 2011.

[5] Vgl. Doering-Manteuffel, Anselm, Amerikanisierung und Westernisierung, in: Docupedia-Zeitgeschichte, URL: <http://docupedia.de/zg/Amerikanisierung_und_Westernisierung?oldid=106215> (10.10.2016).

[6] Vgl. Eder, Franz X.; Kühschelm, Oliver, Bilder – Geschichtswissenschaft – Diskurse, in: dies.; Linsboth, Christina (Hgg.), Bilder in historischen Diskursen, Wiesbaden 2014, S. 22.

[7] Zu Othering und Exotismus/Orientalismus vgl. Jensen, Sune Qvotrup, Othering, Identity Formation and Agency, in: Qualitative Studies 2 (2011), H. 2, S. 63–78; Varisco, Daniel Martin, Reading Orientalism. Said and the Unsaid, Seattle 2007.

[8] Weitere Strategien siehe in Eder, Franz X., National and Racial Images of the Sexual ‘Other’ in the German-Speaking Countries (1950s–1970s), erscheint in: Sexuality and Culture (2016); Teile dieses Beitrages sind auch dort zu finden.

[9] Cocktail (1951), H. 11, S. 25.

[10] Ebd.

[11] Zum Genre vgl. Buszek, Maria Elena, Pin-Up Grrrls: Feminism, Sexuality, Popular Culture, Durham u.a. 2006; Hanson, Dian, The History of Girly Magazines. Pin-ups from the 19th Century to the 1960s. Hongkong u.a. 2006; Sadeler, Jessica Leila, Pin-Ups. Eine vergleichende Analyse von US-amerikanischen und österreichischen Pin-Ups der 1930er und 1950er Jahre. Diplomarbeit Univ. Wien 2012.

[12] Bauer, Ingrid; Huber, Renate, Sexual Encounters Across (Former) Enemy Boderlines, in: Bischof, Günter; Pelinka, Anton; Herzog, Dagmar (Hgg.), Sexuality in Austria (=Contemporary Austrian Studies 15 (2007)), S. 88. f.

[13] Eder; Kühschelm, Bilder, S. 3–44.

[14] Vgl. Dreesbach, Anne, Kolonialausstellungen, Völkerschauen und die Zurschaustellung des „Fremden“, in: Europäische Geschichte Online (EGO) (2012), URL: <http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0159-2012021707> (10.10.2016); Levine, Philippa, Naked Truths: Bodies, Knowledge, and the Erotics of Colonial Power, in: Journal of British Studies 52 (2013), H. 1, S. 5–25; Steiger, Ricabeth; Taureg, Martin, Körperphantasien auf Reisen. Anmerkungen zum ethnographischen Akt, in: Köhler, Michael; Barche, Gisela (Hgg.), Das Aktfoto. Ansichten vom Körper im fotografischen Zeitalter. Ästhetik, Geschichte, Ideologie, München 1985, S. 120–140.

[15] Zu den Scheidungsraten vgl. Statistik Austria, URL: <http://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/bevoelkerung/ehescheidungen/022913.html> (12.7.2016); zu den Illegitimitäts- und Abtreibungsraten vgl. Weigl, Andreas, Demographischer Wandel und Modernisierung in Wien, Wien 2000, S. 316 ff.; zu den Einkommens- und Wohnverhältnisse vgl. Eder, Franz X., Vom wirtschaftlichen Mangel zum Konsumismus. Haushaltsbudgets und privater Konsum in Wien, 1918–1995, in: Dippelreiter, Michael et al. (Hgg.), Wien. Die Metamorphosen einer Stadt, Wien u.a. 2013, S. 218 ff.

[16] Blaschitz, Edith, Der „Kampf gegen Schmutz und Schund“. Film, Gesellschaft und die Konstruktion nationaler Identität in Österreich, 1946–1970, Wien u.a. 2014, S. 38 f.

[17] Blaschitz, Kampf gegen Schmutz, S. 82 f.

[18] Vgl. Eder, Die lange Geschichte, S. 26 ff.

[19] Dembicki, Leo; Feyerabend, Willy, Die Sexualität der Frau. Eine Auseinandersetzung mit Kinsey, Stuttgart 1954, S. 191.

[20] Ebd., S. 198.

[21] Ebd., S. 259 f. Diese Meinung fand sich auch bei Popularisieren und Kommentatoren in anderen europäischen Ländern, vgl. Herzog, Dagmar, The Reception of the Kinsey Reports in Europe, in: Sexuality & Culture 10 (2006), H. 1, S. 40.

[22] Vgl. Eder, Auf die ‚gesunde Sinnlichkeit‘, S. 38 ff.

[23] Fischhof, Georg; Oerley, W. A. (Hgg.), 1x1 des glücklichen Lebens. Ein praktischer Wegweiser zum Erfolg im Alltag, Liebe und Erziehung, Frankfurt am Main 1956, S. 273.

[24] Praline (April 1955), S. 39.

[25] Vgl. Hale, Frederick, Time for Sex in Sweden. Enhancing the Myth of the “Swedish Sin” during the 1950s, in: Scandinavian Studies 75 (2003), H. 3, 354 ff.

[26] Vgl. Blaschitz, Kampf gegen Schmutz, S.132 ff.

[27] Vgl. Faulstich, Werner, Das Schweigen. Ein Film schockiert Deutschland, in: Paul, Gerhard (Hg.), Das Jahrhundert der Bilder. 1949 bis heute, Göttingen 2008, S. 292; Steinbacher, Sybille, Sexualmoral und Entrüstung. Der Skandal um Ingmar Bergmans ‚Das Schweigen‘, in: Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte 38 (2010), S. 230 ff.

[28] Vgl. Marklund, Carl, Hot Love and Cold People. Sexual Liberalism as Political Escapism in Radical Sweden, in: Nordeuropaforum. Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur 19 (2009), H. 1, S. 83 f.; Schröder, Stephan Michael, Mehr Spaß mit Schwedinnen? Funktionen eines deutschen Heterostereotyps, Humboldt-Universität zu Berlin 1996, Arbeitspapiere „Gemeinschaften“, Bd. 3.

[29] Liffers, D., Wie frei sind Schwedens Frauen, in: Neue Illustrierte (1965), H. 19, S. 12.

[30] Vgl. Herzog, Dagmar, Sexuality in Europe. A Twentieth-Century History, Cambridge 2011, S. 96 ff.

[31] Vgl. Lennerhed, Lena, Friheten att njuta. Sexualdebatten i Sverige på 1960-talet, Stockholm 1994; Hale, Time for Sex in Sweden.

[32] Hall, Lesley A., Sex, Gender and Social Change in Britain since 1880, London 2000, S. 127.

[33] Meyerowitz, Joanne, Women, Cheesecake, and Borderline Material. Responses to Girlie Pictures in the Mid-Twentieth-Century U.S., in: Kennedy, Kathleen; Ullman, Sharon R. (Hgg.), Sexual Borderlands. Constructing an American Sexual Past, Columbus, Ohio 2003, S. 320 ff.



Literaturhinweise

  • Buszek, Maria Elena, Pin-Up Grrrls: Feminism, Sexuality, Popular Culture, Durham u.a. 2006.
  • Eder, Franz X., Die lange Geschichte der ‚Sexuellen Revolution‘ in Westdeutschland (1950er bis 1980er Jahre), in: Bänziger, Peter-Paul; Eder, Franz X.; Eitler, Pascal; Beljan, Magdalena (Hgg.), Sexuelle Revolution? Zur Geschichte der Sexualität im deutschsprachigen Raum seit den 1960er Jahren, Bielefeld 2015, S. 25–61.
  • Heineman, Elizabeth D., Before Porn was Legal. The Erotica Empire of Beate Uhse, Chicago 2011.
  • Herzog, Dagmar, Sexuality in Europe. A Twentieth-Century History, Cambridge 2011.

Die Wahrheit über die Pin-up-Girls[1]





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[1] Die Wahrheit über die Pin-up-Girls, in: Cocktail (1951), H. 11, S. 24–26.


Zitation
Sexualimages US-amerikanischer, französischer und schwedischer Frauen in österreichischen und westdeutschen Medien der 1950er- und 1960er-Jahre , in: Themenportal Europäische Geschichte, 10.10.2016, <www.europa.clio-online.de/essay/id/artikel-3927>.
Für das Themenportal verfasst von

Franz X. Eder

( 2016 )
Zitation
Franz X.Eder , Sexualimages US-amerikanischer, französischer und schwedischer Frauen in österreichischen und westdeutschen Medien der 1950er- und 1960er-Jahre, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2016, <www.europa.clio-online.de/essay/id/artikel-3927>.
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