Die Europäische Stadt (aus Berliner Sicht)

Dass die 1990 neu formierte Bundesrepublik Deutschland bald als „Berliner Republik“ tituliert wurde, ist angesichts des Hauptstadtbeschlusses und der auf allen Ebenen stark wachsenden nationalen wie internationalen Aufmerksamkeit für die mit Abstand größte deutsche Stadt kaum verwunderlich. Die ausgiebigen und mitunter emotional geführten Debatten um eine angemessene Erinnerungspolitik und Zukunftsvisionen fanden, nachgerade unvermeidlich, ihren greifbaren Niederschlag in städtebaulichen Gestaltungsvorschlägen. Die in Aussicht genommenen und durchgeführten Maßnahmen reichten dabei weit über den Umgang mit einzelnen Symbolbauten (Palast der Republik/Stadtschloß bzw. Humboldt-Forum, ehem. Reichsluftfahrtministerium, Tränenpalast, etc.) hinaus. Mit der Verabschiedung des „Planwerk Innenstadt“ im Mai 1999 wurde seitens des Berliner Senats ein Masterplan für ein Gebiet von rund 40 Quadratkilometern mit dem Anspruch auf Kohärenz, historische Verankerung, aber auch Zukunftsoffenheit vorgelegt. [...]

Die Europäische Stadt (aus Berliner Sicht)[1]

Von Marc Schalenberg

Dass die 1990 neu formierte Bundesrepublik Deutschland bald als „Berliner Republik“ tituliert wurde, ist angesichts des Hauptstadtbeschlusses und der auf allen Ebenen stark wachsenden nationalen wie internationalen Aufmerksamkeit für die mit Abstand größte deutsche Stadt kaum verwunderlich. Die ausgiebigen und mitunter emotional geführten Debatten um eine angemessene Erinnerungspolitik und Zukunftsvisionen fanden, nachgerade unvermeidlich, ihren greifbaren Niederschlag in städtebaulichen Gestaltungsvorschlägen. Die in Aussicht genommenen und durchgeführten Maßnahmen reichten dabei weit über den Umgang mit einzelnen Symbolbauten (Palast der Republik/Stadtschloß bzw. Humboldt-Forum, ehem. Reichsluftfahrtministerium, Tränenpalast, etc.) hinaus. Mit der Verabschiedung des „Planwerk Innenstadt“ im Mai 1999 wurde seitens des Berliner Senats ein Masterplan für ein Gebiet von rund 40 Quadratkilometern mit dem Anspruch auf Kohärenz, historische Verankerung, aber auch Zukunftsoffenheit vorgelegt. Obwohl seither weiter diskutiert, kritisiert und nicht im Ganzen realisiert, sollte es damals einen Abschluss unter die mehrjährigen Debatten setzen, wie sie namentlich im Rahmen des „Stadtforum Berlin“ geführt und in einzelne (bau-)politische Entscheidungen überführt wurden.

Die materiellen, symbolischen und ideell-ideologischen Einsätze des sich so nüchtern und ausgleichend gebenden „Planwerks“ waren und sind erheblich, einige der Hauptakteure weiterhin beruflich oder privat in Berlin engagiert, und manche Umsetzung von Vorschlägen (wie etwa die Verlängerung einer Tramlinie zum Hauptbahnhof bei Verbreiterung der Invalidenstraße) bislang verhindert worden. So ist es denn auch nicht Ziel dieses Essays, eine abschließende Bewertung oder gar eine politische Stellungnahme zum Berliner „Planwerk Innenstadt“ abzugeben, sondern es vielmehr im Sinne des „Themenportals“ als zeitgeschichtliche Quelle zu betrachten, die gezielt mit „Europa“ argumentiert. Gerade in der Verbindung textueller und visueller Elemente stellt sie ein treffliches Beispiel für persuasive Strategien dar, deren Entschlüsselung wiederum zum Handwerk von HistorikerInnen gehört.

Die Sprache des Amtsblattes

Das im Anhang reproduzierte Verwaltungsdokument vom 13.8.1999 kommt auf den ersten Blick durchaus umsichtig, unspektakulär und technisch daher. Dennoch greift es zumindest einen „Mythos“ (D. Schubert) bzw. einen in der sog. Postmoderne auch über Berlin und Deutschland hinaus reüssierenden Diskurs auf: das „Leitbild der europäischen Stadt“ (3. „Planungsziel“ in der Quelle). Seit den 1980er Jahren stellt diese einen hinlänglich weit interpretierbaren, in der Regel aber gar nicht weiter hinterfragten gemeinsamen Nenner dar.[2] Im Kontext der Berliner Diskussionen sollte es vor allem eine Nachverdichtung der durch Krieg und Nachkriegsplanung ausgedünnten Innenstadt begründen helfen. Es steht damit in direkter Opposition zu den maßgeblich auf Le Corbusier zurück gehenden Bekundungen der „Charta von Athen“, welche eine rigorose Funktionentrennung zwischen Arbeits-, Wohn-, Freizeit- und Verkehrszonen in der Stadt bzw. der in die Fläche expandierenden Region vorsah.[3] In Abgrenzung zu diesen das zweite Drittel des 20. Jahrhunderts städtebaulich prägenden Grundsätzen und zu den zersiedelten, segregierten, kaum reguliert in die Höhe wachsenden zeitgenössischen Stadtlandschaften Amerikas oder Asiens, favorisiert „die europäische Stadt“ das Ideal innerstädtischer Funktionenmischung, kultureller Vielfalt und sozialen Ausgleichs – sofern es sich um „integrationsfähig[e] Bevölkerung“ (3133) handelt. Darüber hinaus setzt sie, ungeachtet der gewünschten sozialen Folgen und öffentlicher Infrastrukturen, verstärkt auf private Initiativen und Investitionen in „eigentumsfähige Gebäudetypologien“ (Ebd., „Ziel 5“). Mithin implizierte diese von einem sozialdemokratischen Stadtentwicklungssenator und Senatsbaudirektor autorisierte Lesart eine Verabschiedung von einem allumfassenden Sozial- oder Wohlfahrtstaatsanspruch (wohl nicht zuletzt als Reflex auf die heikle Berliner Haushaltssituation).

Zugleich schwingen in der „europäischen Stadt“ Konnotationen von Rechtssicherheit, Zivilität, bürgergesellschaftlichem Engagement einerseits und nicht national verengter oder gar aggressiv ideologischer Selbstdarstellung mit, wie sie Berlin im voran gegangenen Jahrhundert ja keineswegs fremd waren. Eine inhaltlich stärker definierte politische Leitlinie wird im „Planwerk“ indes nicht ausgeführt; Ziele wie „Nachhaltigkeit“ oder „qualitative Verbesserungen“ erscheinen hinlänglich allgemein, ebenso wie die vage angedeutete postindustrielle Fokussierung auf Dienstleistungen in der „verdichteten Innenstadtstruktur“ (3133). Vor allem überrascht, dass die im engeren Sinne politischen Orte keine eigene Erwähnung finden; immerhin wurde zeitgleich der Umzug der Bundesregierung in die Stadt vollzogen, die innerhalb des „Planwerk“-Raums eine Vielzahl bedeutender Gebäude übernahm und, zusammen mit dem Berliner Senat und der Deutschen Bahn, einer seiner wichtigsten prospektiven Nutzer wurde. Insofern spiegelt das Insistieren auf „Stadtgesellschaft“ (3133) auch die Idealvorstellung einer Verwaltung wider, die sich im Sinne von New Public Management nicht länger nur als dekretierender „Staat“, sondern als Dienstleister und Teil jener Stadtgesellschaft verstehen möchte.

Unterdessen ignoriert die Vorstellung einer letztlich statisch verstandenen Stadtgesellschaft mit gleichbleibenden Identifikationsbedürfnissen die erheblichen Einwohnerfluktuationen und -migrationen in einer hochmobilen Gegenwart und zumal in Metropolen. Selbst eine noch so geschichtssensible „europäische Stadt“ der Gegenwart kann nicht mehr der physisch abgeschlossenen „Stadt des Okzidents“ Max Webers mit ihrer korporativ verfaßten Stadtbürgerschaft und eigener Gerichtsbarkeit entsprechen.[4] Spätestens die Industriestadt, aber ebenso die Bade-, Hafen-, Bergbau-, Garnisons- und in gewisser Weise auch die Residenzstadt haben diesen alteuropäischen Idealtyp bereits in Frage gestellt, umso stärker das ungestüme, „immer werdende“ (Karl Scheffler) Berlin. Ob dieser Überschuss an zentrifugalen Kräften mit – sonst eher Amtsblatt-unüblichen – Koseformen wie „[dem] Alex“ (3133) statt Alexanderplatz aufgefangen werden kann, scheint fraglich.

Auf der diskursiven wie auf der Ebene der Umsetzung wird die Rückversicherung in der Geschichte durch die „kritische Rekonstruktion“ gesucht, wie sie stadt- und städtebaupolitisch seit den 1980er Jahren beschworen und namentlich von Dieter Hoffmann-Axthelm als Stadtplaner und -theoretiker, Josef Paul Kleihues als maßgeblichem Architekten und Hans Stimmann als Senatsbaudirektor propagierte wurde. Faktisch kommt das „Aufdecken verschüttete[r] Spuren der Stadtentwicklung in der Innenstadt“ (3133) einem Rückbau oder doch einer Nachverdichtung der ihrerseits mitunter brüsk Früheres negierenden Projekte in West- wie in Ost-Berlin gleich. Die Modifizierung des vormals „modernen“ Städtbaus in beiden Stadthälften sollte immerhin eine Klammer schaffen innerhalb der zehn Jahre nach dem Mauerfall mentalitär sicher nicht vollständig „wiedervereinten“ Stadt. Es war unterdessen rasch klar, dass die brisanteren Entscheidungen für oder wider „kritische Rekonstruktion“ in der vormaligen „Hauptstadt der DDR“ anstanden. Welche Sprache spricht nun die dem Text beigegebene, aber auch andernorts publizierte Abbildung?

Visualisierung durch Stadtplan

Die geschichts- und kulturwissenschaftliche Forschung hat in den letzten Jahren verstärkt auf den Konstruktionscharakter bildlichen und kartographischen Materials hingewiesen. In diesem Sinne ist der dem „Planwerk“ beigegebene Ausschnitt des Berliner Stadtplans (vgl. Abb.) nicht bloß als faktische Widerspiegelung einer städtebaulichen Situation zu lesen, sondern als politisches Argument eigenen Rechts. Was sind die „strategischen“ Elemente dieses Dokuments?

1) Wahl des Ausschnitts. Mehr als in anderen Städten ist „Innenstadt“ in Berlin ein sehr dehnbarer Begriff. Die historische Altstadt (Berlin/Cölln) wurde im 20. Jahrhundert praktisch ausradiert. Die Umbenenung des ursprünglich „Friedrichstadt“ genannten U-Bahnhofs zwischen Gendarmenmarkt und Wilhelmstraße in „Stadtmitte“ (1936) markiert sicher einen belebten Punkt der Stadt, aber nicht unbedingt das Zentrum in einem topographischen oder symbolischen Sinne. Und der 2001 kreierte Bezirk „Mitte“ folgte in seiner Zusammenfügung der vormaligen Bezirke Mitte, Tiergarten und Wedding den Imperativen der damaligen Verwaltungreform, nicht etwa historisch gewachsenen Einheiten. Mit dem „Zug nach Westen“, der bereits um 1900 Elemente von „Citybildung“ um Tauentzienstraße/ Kurfürstendamm herum aufwies, hatte sich in Berlin zudem schon vor der Zeit der Teilung eine polyzentrische Struktur etabliert.

Ungeachtet dieser verschwommenen Situation suggeriert das „Planwerk“die Existenz einer Innenstadt. Die Mitte des Planausschnitts liegt genau auf der Höhe von Pariser und Leipziger Platz, wodurch das Brandenburger Tor – im 18. Jahrhundert zur Markierung der Stadtgrenze errichtet – den Dreh- und Angelpunkt Berlins darstellt. Zudem zeigt der Ausschnitt die etwa symmetrische Anlage von Bahnhof Zoo und Alexanderplatz als eingeführten Verkehrsknoten- und Orientierungspunkten, womit zugleich dem expliziten politischen Ziel einer gleichgewichtigen Zusammenführung von Ost und West Ausdruck verliehen wird. Als Folge dieser „Herstellung überbezirklicher städtebaulich-stadtgestalterischer Zusammenhänge“ (3133, „Ziel 7“) werden wichtige „Erinnerungsorte“, politische und kulturelle Referenzpunkte der Zeit vor 1989/90 ausgeblendet, z.B. das Schloss Charlottenburg, das Rathaus Schöneberg, der Flughafen Tempelhof, das Stadion der Weltjugend, der Ernst-Thälmann-Park oder das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park. Auf die Hervorhebung einzelner ikonischer Bauten wird unterdessen auch innerhalb des präsentierten „Planwerk“-Raums verzichtet. Die Existenz einer „natürlichen“ Innenstadt soll weiter plausibilisiert werden durch naturräumliche Parameter, namentlich die auf der Karte (über-)betonten Wasserwege Spree und Landwehrkanal. Obwohl ihnen die Stadt de facto vielerorts eher den Rücken zudreht, erscheinen sie hier geradezu als strukturiende Siedlungs- und Bebauungslinien, verklammert durch die ebenfalls stark akzentuierten Plätze und großen Straßenverkehrsachsen.

2) Spiel der Farben. Der zur Debatte stehende Bereich wird bis zur Blattgrenze durch einen lediglich über Grünflächen, Straßen- und Flussläufe spezifizierten Ausschnitt abgeschlossen: also fast durchgehend mit „Kiez“-Quartieren des „Wilhelminischen Rings“. Man könnte es für ein vernachlässigbares Detail halten, dass diese uni-grau eingezeichnet sind; doch enthält diese homogenisierende Darstellung just die Suggestion jenes städtischen „Normalzustandes“ (Blockrand bebaute Terrains), an welchen die „Innenstadt“ angeglichen werden soll. Während das gedecktere Orange zur Markierung bestehender Planung schon farblich eine stimmige Ergänzung zum bestehenden Grau nahelegt, führt die Signalfarbe rot (weiter gehende Vorschläge des Planwerks) unmittelbar auf in der damaligen Diskussion befindliche Stellen, welche einerseits die von ihnen ausgehende „Herausforderung“ andeuten, andererseits aber auch das massive Potenzial für Nachverdichtungen in Berlin.

Auf Farben verzichtend, aber in ähnlicher Weise suggestiv waren darüber hinaus die von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unter anderem auf der 7. Architektur-Biennale in Venedig (2000) im Kontrast gezeigten „Schwarzpläne“ des gleichen Gebiets in den Jahren 1940 und 1989.[5] Durch diese Visualisierung des Verhältnisses von bebauter zu unbebauter Fläche wurden die nach Kriegszerstörung und Wiederaufbau weiterhin eklatanten Freiflächen im Berliner Innenstadtbereich auf einen Blick deutlich und konnten – sofern man 1940 als Normal- oder auch nur als wünschenswerten Zustand begreift – als umgehender Handlungsappell im Sinne des „Planwerks“ betrachtet werden. Die Entscheidung gerade für dieses Stichjahr ist freilich weniger als Ausdruck etwaiger politischer Sympathien seitens der Senatsverwaltung in den 1990er Jahren zu lesen denn als symbolische Zusammenfassung der „historischen Schichten der Stadtentwicklung“ (3133, „Ziel 6“) vor den kurz darauf einsetzenden Zerstörungen jedweder Art.

3) Ausblendung der dritten Dimension. Obwohl die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ergänzend ein Holzmodell in ihren Räumlichkeiten am Köllnischen Park sowie inzwischen auch ein „Digitales 3D-Modell zum Innenstadtplan“ im Internet anbietet[6], war die vorliegende Karte zeitgenössisch das wichtigste Kommunikationsmedium für das „Planwerk“. Es mag in der Natur von Karten liegen, dass sie in ihrer Zweidimensionalität Komplexität reduzieren müssen, doch impliziert das Auslassen von Höhenakzenten in diesem Fall, der ja im Sinne eines einheitliche(re)n städtischen Erscheinungsbildes nicht zuletzt eine rigide Anwendung von Traufhöhenvorschriften bei Nachverdichtungen vorsah (22 bzw. 35 Meter, mit Ausnahmen nur in Sonderfällen), zusätzlich eine programmatische Note. Der Wirkung hoher Solitärbauten wird somit keine eigene Bedeutung beigemessen. Mag die massive Präsenz des Fernsehturms vielleicht noch aus den umgebenden Freiflächen herauszulesen sein, so sind im Stadtbild auffällige Gebäudekomplexe wie das „Neue Kranzler Eck“ zwischen Kurfürstendamm, Joachimsthaler und Kantstraße oder das GSW-Hochhaus in der Kochstraße buchstäblich zurecht gestutzt. Auch fällt die eben beendete Neuinterpretation des Potsdamer Platz, die ja eher dem Import eines amerikanischen Downtown denn als Inbegriff der „europäischen Stadt“ erscheinen musste, durch die Beschränkung auf den Grundriss deutlich weniger als Bruch bzw. potenzieller innerer Widerspruch der offiziellen Stadtplanungspolitik ins Gewicht. Für den Eindruck von Kohärenz, den das „Planwerk“ zu vermitteln trachtet, ist es nur folgerichtig, dass (per se nicht in Blockrandmuster passende) Erkennungsbauten praktisch ignoriert werden. Die Siegessäule inmitten des Großen Sterns ist vielleicht noch zu erahnen, wird aber genauso wenig heraus gehoben wie die definierenden Denkmäler und „Füllungen“ auf anderen Plätzen (Denkmal Friedrichs des Großen, Neptunbrunnen, Mauerreste am Friedrichshainer Ufer, und viele mehr).

Das Vielfältige, auch Zerrissene der Berliner Stadtlandschaft wird auf diesem Wege einer imaginierten Ordnung unterworfen, die vielleicht manche historische Straßenführung zurück gewinnen, die verbalisierten und in ihrer Morphologie visualisierten Zielvorgaben jedoch keineswegs automatisch umzusetzen vermag. Das „Planwerk Innenstadt“ ist ein normatives Dokument und leitet(e) als solches politisches und städtebauliches Handeln während des vergangenen Jahrzehnts an – ebenso wie Proteste, Überarbeitungs- und Gegenentwürfe. Zu keinem Zeitpunkte bildete es städtische Wirklichkeit ab, sondern fasst primär einen politischen und städtebaulichen Diskussionsstand anno 1999 zusammen – mit der „europäischen Stadt“ als wichtiger, ebenso positiv wie strategisch besetzter Chiffre – und lädt zu quellenkritischen Nachfragen der angedeuteten Art ein.


[1] Essay zur Quelle: Planwerk Innenstadt, in: Senatsverwaltung für Inneres (Hg.), Amtsblatt für Berlin 49, Nr. 41 (13.8.1999), S. 3131-3137 (& begleitende Karte; Stand 18.5.1999). Aus Gründen der Kompaktheit sind als Textquelle ausschließlich die „Ziele der Überarbeitung“ (Punkt 3 von insgesamt 6) beigegeben; das Dokument im vollen Wortlaut und in höherer Auflösungsqualität als hier aus technischen Gründen möglich unter: (26.08.2009). Die Karte ist in höherer Auflösungsqualität unter (26.08.2009) zugänglich.

[2] Vgl. etwa zuletzt den grafisch ansprechenden und um lesenswerte Essays bereicherten Katalog zu der vom Deutschen Architekturmuseum Frankfurt am Main gezeigten Ausstellung „New Urbanity: Die europäische Stadt im 21. Jahrhundert“ (hg. von Becker, Annette; Jung, Karen; Schmal, Peter Cachola, Salzburg 2008), in der Projekte aus Berlin als einer von 17 Beispielstädten gezeigt wurden, ohne dass exemplarisch oder gar vergleichend erläutert würde, was genau an ihnen – abgesehen von der geografischen Lage – „europäisch“ wäre.

[3] Vgl. The Athens Charter (1943/1973). In: Themenportal Europäische Geschichte (2009), sowie den dazugehörigen Essay: Rubin, Eli: The Athens Charter. In: ebd. (2009), .

[4] Weber, Max, Die Stadt [1921], hg. von Wilfried Nippel (Max Weber Gesamtausgabe, Bd. 22-5), Tübingen 1999, S. 100-144.

[5] Mit kritischen Erläuterungen abgedruckt in: Falser, Michael S., Zwischen Identität und Authentizität. Zur politischen Geschichte der Denkmalpflege in Deutschland, Dresden 2008, S. 192-193. Auch „interaktiv“ und unter Einschluss von 1953, 2001 und 2015 als weiteren Stichjahren verfügbar unter: (26.08.2009).

[6] (26.08.2009).

Literaturhinweise:
  • Lenger, Friedrich; Tenfelde, Klaus (Hgg.), Die europäische Stadt im 20. Jahrhundert. Wahrnehmung, Entwicklung, Erosion, Köln 2006.
  • Murray, George J. A., City Building and the Rhetoric of „Readability“. Architectural Debates in the New Berlin, in: City & Community 7/1 (2008), S. 3-21.
  • Schubert, Dirk, Mythos „europäische Stadt“. Zur erforderlichen Kontextualisierung eines umstrittenen Begriffs, in: Die Alte Stadt 28 (2001), S. 270-290.
  • Siebel, Walter (Hg.), Die europäische Stadt, Frankfurt am Main 2004.
  • Stimmann, Hans (Hg.), Von der Architektur- zur Stadtdebatte. Die Diskussion um das Planwerk Innenstadt, Berlin 2001.

Zugehörige Quelle:
Planwerk Innenstadt (1999)

Planwerk Innenstadt (1999)

Quelle 1[1]

Quelle 2[2]


[1] Planwerk Innenstadt, in: Senatsverwaltung für Inneres (Hg.), Amtsblatt für Berlin 49, Nr. 41 (13.8.1999), S. 3133, das Dokument im vollen Wortlaut und in höherer Auflösungsqualität als hier aus technischen Gründen möglich unter: (26.08.2009).

[2] Planwerk Innenstadt Berlin. Städtebauliches Leitbild, Stand 18. Mai 1999, in höherer Auflösungsqualität unter (26.08.2009) zugänglich. Die Veröffentlichung dieser Abbildung erfolgt mit Unterstützung und freundlicher Genehmigung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin. © Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin, .


Für das Themenportal verfasst von

Marc Schalenberg

( 2009 )
Zitation
Marc Schalenberg, Die Europäische Stadt (aus Berliner Sicht), in: Themenportal Europäische Geschichte, 2009, <www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-1489>.
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