„I had occasion to telegraph to Calcutta“: Die Telegrafie und ihre Rolle in der Globalisierung im 19. Jahrhundert

In den Jahren 1902 und 1903 schafften es zwei gänzlich unterschiedliche Akteursgruppen knapp hintereinander jeweils ein Telegrafenkabel durch den Pazifik zu ziehen. Das etwas frühere Kabel wurde durch das so genannte Pacific Cable Board, an welchem Großbritannien und die Kolonialregierungen in Kanada, Neuseeland und Australien beteiligt waren, verlegt und betrieben. Es verband British Columbia über Fanning Island und Fiji mit Norfolk Island, von wo jeweils ein Strang nach Australien und Neuseeland weiterführte. Nur ein Jahr später eröffnete die private Commercial Pacific Cable Company eine telegrafische Verbindung von San Francisco über Honolulu nach Manila. Die Fertigstellung dieser beiden Projekte komplettierte in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts die telegrafische Umrundung der Welt. [...]

„I had occasion to telegraph to Calcutta“: Die Telegrafie und ihre Rolle in der Globalisierung im 19. Jahrhundert[1]

Von Roland Wenzlhuemer

In den Jahren 1902 und 1903 schafften es zwei gänzlich unterschiedliche Akteursgruppen knapp hintereinander jeweils ein Telegrafenkabel durch den Pazifik zu ziehen. Das etwas frühere Kabel wurde durch das so genannte Pacific Cable Board, an welchem Großbritannien und die Kolonialregierungen in Kanada, Neuseeland und Australien beteiligt waren, verlegt und betrieben.[2] Es verband British Columbia über Fanning Island und Fiji mit Norfolk Island, von wo jeweils ein Strang nach Australien und Neuseeland weiterführte. Nur ein Jahr später eröffnete die private Commercial Pacific Cable Company eine telegrafische Verbindung von San Francisco über Honolulu nach Manila. Die Fertigstellung dieser beiden Projekte komplettierte in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts die telegrafische Umrundung der Welt. Damit erreichte die in den 1850er-Jahren beginnende Entstehung eines globalen Telegrafennetzwerks einen vorläufigen Höhepunkt mit großer Symbolkraft.

Dabei war die elektrische Telegrafie selbst zu dieser Zeit immer noch eine verhältnismäßig junge Technologie. Zwar waren erste Überlegungen über eine mögliche Nutzung der Elektrizität zur Informationsübertragung bereits im Jahr 1753 veröffentlicht worden.[3] Erst im weiteren Verlauf des 18. Jahrhunderts aber erreichte das Verständnis von Elektrizität – unter anderem durch die Arbeiten von Luigi Galvani oder Alessandro Volta – ein Niveau, das es erlaubte, zielgerichtet mit elektrischer Informationsübertragung zu experimentieren. In den frühen Jahren des 19. Jahrhunderts beschäftigten sich vermehrt Erfinder mit diesem Problem und es kam zu ersten Vorführungen telegrafischer Prototypen (zum Beispiel in München durch Samuel Thomas von Soemmering oder in London durch Francis Ronalds), die allerdings praktisch noch nicht überzeugen konnten.[4]

Dies begann sich vor allem durch die Entdeckung des Elektromagnetismus durch Hans Christian Ørsted im Jahr 1820 zu ändern. In den 1820er- und 1830er-Jahren erhielten Experimente mit der Telegrafie neuen Schwung und eine Vielzahl von Forschern und Erfindern – wie zum Beispiel Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Eduard Weber, Carl August von Steinheil oder Paul Schilling von Canstatt – setzten sich mit dem Problem auseinander und erzielten bereits große Erfolge. Zur Serienreife wurde die Technologie aber von Samuel Morse und Alfred Vail in New York und von William Cooke und Charles Wheatstone in London geführt. Fast zeitgleich stellten beide Parteien im Jahr 1837 funktionsfähige, praktikable Telegrafen vor. Beide benötigten danach jeweils noch mehrere Jahre, um ihre Systeme auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Cooke bezahlte die Errichtung einer Linie von London nach Slough entlang der Schienen der Great Western Railway im Jahr 1843 aus eigener Tasche. Morse konnte im Jahr 1844 durch die Unterstützung des US-Kongresses eine erste Telegrafenlinie von Baltimore nach Washington eröffnen. Beide Unternehmungen wurden zu finanziellen Erfolgen und in ihrer Folge begannen sich noch in den 1840er-Jahren vor allem in den Vereinigten Staaten und im Vereinten Königreich telegrafische Netzwerke herauszubilden. Diese Entwicklung gewann im folgenden Jahrzehnt deutlich an Schwung und griff auf viele andere Länder über. Spätestens ab den frühen 1860er-Jahren verfügten daher viele der einflussreicheren Mächte in Europa und Nordamerika über relativ gut ausgebaute und verlässliche nationale Telegrafennetzwerke.[5]

Die Verlegung eines Unterseekabels über dem Ärmelkanal markiert den Beginn der globalen Vernetzung dieser nationalen Systeme. Das im Jahr 1851 eröffnete Kabel zwischen Dover und Calais funktionierte gut und blieb für mehrere Jahrzehnte in Betrieb.[6] Angespornt durch diesen Erfolg wurden in den folgenden Jahren weitere Kabel zwischen England und dem Kontinent und im Mittelmeer verlegt. Und auch die telegrafische Überbrückung weit größerer Distanzen schien nicht mehr unmöglich. Bereits im Jahr 1858 wurde das erste Transatlantikkabel in Betrieb genommen, blieb aber nur für wenige Wochen funktionsfähig. Die Eröffnung einer Kabelverbindung durch den Persischen Golf und die damit verbundene Erweiterung des Netzwerks bis Britisch-Indien im Jahr 1865 aber war von dauerhaftem Erfolg. Und nur ein Jahr später konnte auch eine permanente Verbindung über den Atlantik geschaffen werden. Die noch träge und fehleranfällige Verbindung zwischen Europa und Indien wurde im Jahr 1870 durch eine Landlinie und ein Unterseekabel ausgebaut und effizienter gemacht. Noch im selben Jahr erfolgte der Ausbau nach Penang, Singapur und Batavia. Ein Jahr später wurde Australien in das Netzwerk integriert. Südamerika wurde 1874 via Madeira und die Kapverden telegrafisch an Europa angebunden. Im Jahr 1879 wurde schließlich auch ein Telegrafenkabel entlang der afrikanischen Ostküste bis nach Durban verlegt. In den folgenden zwei Jahrzehnten wurde dieses globale Netzwerk Schritt für Schritt weiter ausgebaut und schließlich auch die letzte große Lücke über den Pazifik geschlossen.

Die schnelle, weltumspannende Ausbreitung der Telegrafie liegt in der durch diese Technologie möglich gewordenen Neudefinition des Verhältnisses von Kommunikation, Raum und Zeit begründet. Der Telegraf basiert auf der Dematerialisierung des Informationsflusses. Das heißt, dass zu übermittelnde Nachrichten nicht mehr materiell transportiert werden müssen, sondern in elektrische Impulse enkodiert werden. Für diese gelten die Beschränkungen materiellen Transports nicht oder nur zum Teil.[7] In Folge dessen wird die räumliche Entfernung zweier Punkte hinsichtlich deren Kommunikation zu einem immer weniger wichtigen Faktor solange nur beide Punkte zufriedenstellend an das telegrafische Netzwerk angebunden sind. Die Dematerialisierung der Informationsübertragung durch den Telegrafen führt zu einer erheblichen Beschleunigung von Kommunikation – und zwar nicht nur in absoluter sondern vor allem auch in relativer Hinsicht. Kommunikation und Transport werden voneinander entkoppelt und Informationen können sich nun erheblich schneller bewegen als Menschen oder Waren. Dadurch wird der Telegraf zu einem wichtigen Kontrollinstrument, mit Hilfe dessen zum Beispiel Züge oder Schiffe effektiv koordiniert werden können. Es ist diese zentrale Qualität, welche die Telegrafie zu einem wichtigen strategischen, administrativen, wirtschaftlichen und nachrichtentechnischen Werkzeug hat werden lassen.

Bei der diesem Text zugrunde liegenden Quelle „The Post Office and the Telegraphs“ handelt es sich um einen Leserbrief an die Times of London. Dieser Brief wurde laut eigener Datierung am 6. Dezember 1870 verfasst und auf Seite 6 der Ausgabe vom nächsten Tage abgedruckt. Soweit dies aus dem Text selbst nachzuvollziehen ist, wurde das Schreiben ungekürzt veröffentlicht. Der Autor des Briefes ist unbekannt und unterschreibt schlicht mit dem Initial „W.“ In dem Schreiben nimmt der Autor eingangs kurz auf eine Sitzung von Telegrafenbeamten Bezug, in der wünschenswerte Verbesserungen im britischen Inlandtelegrafensystem diskutiert wurden. Der Autor nimmt dies zum Anlass, eigene Erfahrungen mit diesem System zu berichten und verschiedene Missstände anzusprechen. In relativ gut gelauntem Ton – „I feel more amusement than vexation at my experience.“ – schildert er seine nächtlichen Irrwege durch die Londoner City bei dem Versuch, ein Telegramm nach Kalkutta zu schicken. Der Autor schließt mit dem Hinweis, dass sich wohl keine private Firma erlauben könnte, ihre Arbeit in der Weise zu verrichten wie dies seiner Meinung nach das Post Office tue.

Während die Identität des Absenders unbekannt ist, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass es sich um ein männliches Mitglied der britischen Oberschicht handelt. Sein Umgang mit Sprache ist souverän und zeugt von guter Bildung und durchaus auch von Standesbewusstsein. Der Grund, aus welchem der Autor ein Telegramm nach Kalkutta senden wollte, wird zwar im Text nicht genannt, es liegt aber nahe zu vermuten, dass es sich um geschäftliche Interessen handeln könnte. In jedem Fall ist der Schreiber mit den Grundlagen der Nutzung des Telegrafen vertraut und bedient sich sicherlich nicht zum ersten Mal dieses Mediums – selbst wenn ihm einige Abläufe im Telegrafenamt nicht vollkommen bekannt zu sein scheinen. Gestützt auf die Frage, ob er das übliche Formular benutzen soll – „I asked if I should write my message on the usual form.“ – kann man vermuten, dass der Autor normalerweise eher innerhalb des Vereinten Königreichs Telegramme verschickt.

Als Leserbrief drückt der vorliegende Text eine Einzelmeinung zu den Vorzügen und Problemen des britischen und internationalen Telegrafensystems um die Zeit der Abfassung aus. Es handelt sich daher nicht zwingend um eine repräsentative Einschätzung der Situation. Nichtsdestotrotz werden aber einige zentrale Punkte sichtbar, anhand welcher sich zumindest drei wesentliche Entwicklungslinien im Verhältnis von Telegrafie und Globalisierung skizzieren lassen. Erstens macht der Brief deutlich, welche organisatorischen Schwierigkeiten das General Post Office nach der Verstaatlichung (und damit Vereinheitlichung) des Telegrafensystems in Großbritannien bewältigen musste. Zweitens zeigt sich klar, wie sehr Globalisierungsprozesse – hier exemplifiziert anhand der globalen Kommunikation – vom Zusammenspiel lokaler und globaler Akteure und Strukturen abhängen. Und drittens liefert der Leserbrief auch einige Belege dafür, wie sich verändernde globale Kommunikationsbedingungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch angefangen haben, die Wahrnehmung von globalem Raum langsam zu verändern. Diese drei Punkte sollen im Folgenden kurz diskutiert werden.

Der Autor beginnt die Beschreibung seiner Odyssee durch die City of London mit der Bemerkung, er wäre unsicher gewesen „what offices would be open at that hour.“ Am sichersten erschien es ihm daher, direkt zur Hauptniederlassung des General Post Office zu gehen. Dort allerdings wurde er durch ein Schild an der Tür an das Telegrafenamt in Cornhill verwiesen, das von 20 bis 24 Uhr Telegramme entgegennehmen würde. Dort angekommen schildert der Autor ein seiner Meinung nach personell stark unterbesetztes Amt und einen Beamten, der vom Wunsch des Schreibers, nach Kalkutta zu telegrafieren, überfordert schien. Schließlich wurde der Autor von diesem Beamten zum Büro der Falmouth, Gibraltar and Malta Telegraph Company in die Broad Street geschickt – mit der Bemerkung, dass das Telegramm ohnehin an diese Firma übergeben werden müsse. Dort allerdings erfährt er, dass das Kabel nach Indien zurzeit unterbrochen und dies dem Post Office auch mitgeteilt worden sei.

In diesen Schilderungen zeigt sich, dass Ende des Jahres 1870 selbst bei mit der Telegrafie einigermaßen vertrauten Personen noch beträchtliche Verwirrung über die Funktionsweise des neu geordneten britischen Telegrafensystems herrschte. Dies gilt für den Autor als Kunden ebenso wie für den Telegrafenbeamten. Zum einen ist die Anlaufstelle, um ein Telegramm nach Kalkutta zu senden, unklar. Die Zusammenarbeit und der Informationsfluss zwischen den verschiedenen Telegrafenbetreibern sind holprig und nicht eingespielt.

Es ist anzunehmen, dass sich diese Schwierigkeiten weitgehend auf die erst kurz zuvor abgeschlossene Reorganisation des britischen Telegrafennetzwerks zurückführen lassen. Bereits sehr früh nach der Eröffnung der ersten öffentlichen Telegrafenlinien in den frühen 1840er-Jahren begann in Großbritannien ein tragfähiges Netzwerk zu entstehen. Getragen wurde dieses von privaten, gewinnorientierten Firmen wie etwa der 1845 gegründeten Electric Telegraph Company oder der British & Irish Magnetic Telegraph Company. Gemeinsam mit der etwas kleineren United Kingdom Telegraph Company trieben die Electric und die Magnetic den Ausbau eines nationalen Telegrafennetzwerks voran, konzentrierten sich dabei aber vor allem auf die potentiell lukrativsten Regionen des Landes. Die Netzdichte war daher in London und den stark industrialisierten Gebieten Englands am höchsten. Die tatsächliche Konkurrenz zwischen diesen drei Firmen aber war nicht besonders hoch und ihr Verhältnis kann man eher als kartellartig bezeichnen. Dies beeinträchtigte in den Augen vieler Zeitgenossen auch die Qualität der angebotenen telegrafischen Dienste, vor allem hinsichtlich deren Status als öffentliches Gut. Daher wurden schon Mitte der 1850er-Jahre Rufe laut, das britische Telegrafensystem drastisch zu reformieren.[8] Aber erst als im Jahr 1865 die Telegrafenfirmen einheitlich den Standardtarif für eine 20-Wort-Nachricht verdoppelten, wurde das Kartell untragbar und Presse wie Kaufmannschaft begannen, Reformpläne zu unterstützen.[9] Unter der Leitung von Frank Ives Scudamore, dem Second Secretary to the Postmaster-General, wurde daher mit der Umsetzung einer Verstaatlichung des gesamten britischen Telegrafennetzwerks begonnen. Diese wurde mit dem Telegraph Act des Jahres 1868 auf eine rechtliche Basis gestellt und im Februar 1870 wirksam.

Die Übernahme der privaten Telegrafenlinien bedeutete einen beträchtlichen Organisationsaufwand. So wurde im Sommer des Jahres 1868 erstmals Struktur und Nutzung des gesamten britischen Telegrafennetzwerks erhoben, um Daten für eine Zusammenlegung der Netze der einzelnen Firmen zu bekommen. So sollten Doppelungen vermieden und eine effiziente Restrukturierung des Gesamtnetzwerks gewährleistet werden. Dies gelang vor allem hinsichtlich der Ausweitung des öffentlichen Zugangs zur Telegrafie. Die Kosten für das Senden eines Telegramms wurden nach der Verstaatlichung erheblich verringert und binnen zwei Jahren verdoppelte sich unter anderem dadurch die Zahl der versendeten Nachrichten.

Der Inhalt des hier diskutierten Leserbriefs zeigt aber auch, dass zehn Monate nach Verstaatlichung des Systems die Probleme und Bruchstellen der Zusammenführung noch deutlich spürbar waren. Zuständigkeiten und Anlaufstellen waren für die Öffentlichkeit nicht klar erkennbar und manche Abläufe scheinbar auch innerhalb des Amts nicht bekannt. Die Kommunikation mit den immer noch privat geführten internationalen Telegrafenfirmen machte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls einen problematischen Eindruck. Der Leserbrief-Schreiber merkt entsprechend kritisch in seinen abschließenden Zeilen an, dass „no private firm who wished to encourage custom would allow their work to be done in such a fashion.“

Die Verstaatlichung des britischen Telegrafennetzwerks brachte eine große Menge Geld in die Kassen der Telegrafenfirmen – insbesondere in jene der Electric und der Magnetic. Große Teile dieses Kapitals wurden in den Ausbau der weltweiten Telegrafie reinvestiert. Zum Beispiel waren beide Firmen mit den Unternehmungen von John Pender, aber auch mit der Indo-European Telegraph Company eng verwoben. Die Verstaatlichung in Großbritannien verlieh daher der Entwicklung eines weltweiten Netzwerks einen starken Schub.[10]

Ende der 1860er-Jahre gründete der einflussreiche Kaufmann John Pender vier verschiedene Firmen, die jeweils unterschiedliche Abschnitte einer Kabelverbindung zwischen Großbritannien, dem Mittelmeer und Britisch-Indien realisieren sollten. Eine davon war die Falmouth, Gibraltar and Malta Telegraph Company. Ab 1868 wurde an dieser Verbindung gearbeitet. Im März 1870 ging das größte Teilstück in Betrieb. Ab Juni des Jahres war die gesamte Strecke verfügbar. Zwei Jahre später fusionierte Pender seine Firmen zur Eastern Telegraph Company, die in verschiedenen Formen für das nächste halbe Jahrhundert die Unterseetelegrafie beherrschen würde.[11]

Im selben Jahr eröffnete auch die Indo-European Telegraph Company ihre Verbindung von London nach Kalkutta. Gestützt durch Kapital aus der Verstaatlichung der Electric und getragen unter anderem durch das Engagement der Familie Siemens konnte die Indo-European in relativ kurzer Zeit eine Telegrafenlinie von England durch Preußen und Russland nach Persien errichten, die dort an die bereits verlegten Unterseekabel des Indo-European Telegraph Department anschloss.

Binnen weniger Monate waren im Jahr 1870 daher zwei verschiedene durchgängige Verbindungen zwischen Europa und Indien eröffnet worden. Beide Firmen standen im Wettbewerb miteinander und konkurrierten unter anderem um die kürzesten Telegrammlaufzeiten. Wie aus der hier diskutierten Quelle aber auch deutlich hervorgeht, bedeutete dies nicht, dass keine Kooperation stattfand. Der Autor schildert in seinem Brief, dass er vergeblich in die Niederlassung der Falmouth & Gibraltar geschickt worden sei, weil das Teilstück zwischen Lissabon und Gibraltar in diesem Moment unterbrochen gewesen sei. Der dortige Schalterbeamte habe ihn aber ohne weiteres an die Indo-European verwiesen mit dem Hinweis, „that his company advised the public for the present to send their messages through Persia by the Indo-European Company.“ Daraus kann man ableiten, dass zu einer Zeit, in welcher insbesondere die Unterseetelegrafie noch sehr fehleranfällig war, es das Hauptinteresse der beteiligten Firmen war, das Vertrauen auf und Interesse an der globalen Telegrafie durch eine verlässliche Übermittlung von Telegrammen zu fördern.

Anders als die allermeisten nationalen Netzwerke blieb die Unterseetelegrafie bis weit in das 20. Jahrhundert hinein zum größten Teil in privater Hand. Laut International Telegraph Union kontrollierten zum Beispiel im Jahr 1877 private, gewinnorientierte Firmen nur 149 der 569 existierenden Unterseekabel. Die verbleibenden 420 Kabel in öffentlicher Hand waren aber hauptsächlich sehr kurze Verbindungen über Seen, entlang von Küsten oder zwischen Inseln. Zusammengenommen kamen diese staatlichen Kabel lediglich auf 8.227 Kilometer Länge und damit auf nicht einmal ganz sieben Prozent der Länge aller Unterseekabel. Über 110.000 Kilometer Kabel wurden von privaten Telegrafenfirmen betrieben.[12] Dies zeigt deutlich, dass private Betreiber sich hauptsächlich auf lange und relativ rentable Langstreckenkabel konzentrierten und in diesem Feld bis auf wenige Ausnahmen den Markt beherrschten. Natürlich aber waren die finanziellen Interessen der Betreiber und die politischen und strategischen Bedürfnisse vieler Regierungen nicht gänzlich voneinander zu trennen. Insbesondere am Beispiel der Eastern Telegraph Company und der britischen Regierung wird klar, wie eng ihre informelle Zusammenarbeit beizeiten war. Daniel Headrick und Pascal Griset haben dies folgendermaßen auf den Punkt gebracht: „Although the chancellor of the Exchequer refused to grant subsidies to cable ventures, Pender enjoyed government support in the form of naval surveys of the ocean bottoms and diplomatic pressure on foreign governments to grant landing rights. He maintained close ties with the British government by placing members of the Foreign and Colonial Offices on the boards of directors of his companies.”[13]

Trotz dieser Überlappung von Interessen und der daraus resultierende Zusammenarbeit von staatlichen und privaten Akteuren auf dem Feld der Unterseetelegrafie, kooperierten beide Parteien nicht immer reibungslos. Dies zeigt sich in der hier diskutierten Quelle zum Beispiel anhand der Schnittstelle zwischen nationalem und globalem Telegrafennetzwerk. Ersteres stand zum Untersuchungszeitpunkt in Großbritannien wie gesagt bereits unter der staatlichen Kontrolle des General Post Office, während beide Hauptlinien nach Britisch-Indien von privaten Firmen betrieben wurden. An mehreren Stellen im Leserbrief wird deutlich, wie holprig der Übergang zwischen beiden Systemen sein konnte. Beispielsweise konnte der staatliche Schalterbeamte zuerst den Preis eines Telegramms nach Kalkutta scheinbar nur mühsam eruieren. Anschließend waren, will man dem Leserbriefschreiber glauben, keine Formulare der privaten Falmouth & Gibraltar verfügbar. Dass der Autor dann an ebenjene Firma weiterverwiesen wurde, obwohl deren Kabel gerade funktionsuntüchtig war, zeugt von mangelnder Abstimmung zwischen den beteiligten Akteuren. Der Vorwurf des Schalterbeamten der Indo-European, dass das Post Office scheinbar Vorbehalte gegenüber seiner Firma hätte, kann hier als weiteres Indiz für die unrunde Zusammenarbeit gewertet werden.

Die durch die Telegrafie vollzogene Dematerialisierung des Informationsflusses entkoppelte Kommunikation und Transport. Dadurch wurde auch die bisher herrschende Korrelation zwischen räumlicher und kommunikativer Nähe größtenteils aufgehoben. Der geografische Raum hatte nur noch verminderten Einfluss auf die Kommunikation zwischen zwei Punkten. Die Struktur des Netzwerks war diesbezüglich zum entscheidenderen Faktor geworden. Innerhalb des Telegrafennetzwerks konnte in äußerst kurzer Zeit Information ausgetauscht werden, während die Kommunikation mit nicht angebundenen Orten im Vergleich unendlich langsam anmutete. Viele mit der Telegrafie beschäftigte Zeitgenossen interpretierten diese Entwicklung als die endgültige „annihilation of time and space[14] – die Vernichtung von Raum und Zeit. Beide Faktoren würden nun in der weltweiten Kommunikation, im globalen Austausch, praktisch keine Rolle mehr spielen und seien durch den Einsatz der Telegrafie überwunden worden. Ich habe anderenorts dargelegt, dass diese zeitgenössische Wahrnehmung – obwohl häufig auch von Historikern oder Soziologen aufgenommen und perpetuiert – aus analytischer Perspektive nicht halten kann. Während die geografische Distanz an Bedeutung verloren haben mag, traten andere trennende Faktoren an ihre Stelle und schufen neue Räume.[15] Und die Beschleunigung globaler Kommunikation führte eher zu einem Bedeutungsgewinn von Zeit als zu deren Vernichtung oder Überwindung.[16] Während also aus wissenschaftlicher Sicht keinesfalls von einer „annihilation of time and space“ durch die Telegrafie die Rede sein kann, so können wir aber eine sich verändernde zeitgenössische Wahrnehmung beider Faktoren beobachten.

Dies spiegelt sich unter anderem auch in dem hier diskutierten Brief wider. Nach einem einführenden Absatz beginnt der Autor die Schilderung seiner Odyssee durch das nächtliche London mit dem Satz: „I had occasion to telegraph to Calcutta between 9 and 10 in the evening.“ Dies schien für den Schreiber ein völlig normales und verständliches Bedürfnis zu sein, das keiner weiteren Erklärung oder Rechtfertigung bedurfte. Entsprechend wenig Verständnis zeigte er, als er über die unterschiedlichen nächtlichen Öffnungszeiten und Zuständigkeiten informiert wurde. „I confess I thought it odd that in the centre of the heart of the British Empire a man should thus be sent from pillar to post, according to the hours of the night, in order to find the right end of the electric wire which is now the very nerve of the social body.“ Die Frage, ob man denn überhaupt so spät am Abend noch ein Telegramm nach Britisch-Indien senden müsse, stellte sich für den Autor gar nicht. Ein großer Teil der Attraktivität der Telegrafie beruhte auf ihrer Schnelligkeit, die häufig sogar als Unmittelbarkeit interpretiert wurde. Um die Vorteile dieser Schnelligkeit zu realisieren, musste das Medium natürlich auch rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

Auch hinsichtlich der Faktoren Raum und geografische Entfernung bietet der Leserbrief einen Einblick in sich verändernde Wahrnehmungsmuster. So schildert der Autor auf durchaus amüsante Weise das Erstaunen des Post Office Schalterbeamten ob der Bitte, ein Telegramm nach Kalkutta zu senden. „‘Calcutta!‘ he said, and looked very much as if I had asked to telegraph to Fernando Po. […] Now, Sir, Calcutta is not an unknown place. I thought it was the capital of British India, and that it was in close and constant communication with the City of London.“ In der Wahrnehmung des Autors – und sicherlich auch jener vieler seiner Zeitgenossen – brachte eben diese „dichte und konstante Kommunikation“ Kalkutta viel näher an London als etwa das als Gegenbeispiel aufgebaute Fernando Po – einer heute Bioko genannten Insel vor der Küste von Äquatorialguinea, die aus rein geografischer Sicht ca. 2.500 Kilometer näher bei London liegt als Kalkutta.

In den pointierten Zeilen des anonymen Leserbriefschreibers kristallisieren sich also mehrere zentrale Punkte hinsichtlich des Verhältnisses von Telegrafie und Globalisierung im 19. Jahrhundert. Obwohl im Sinne einer rigorosen Quellkritik natürlich betont werden muss, dass der Brief lediglich die Meinung einer Einzelperson wiedergibt, so werden dennoch einige wichtige Zusammenhänge in diesem Kontext deutlich. Zum einen äußert sich der Autor relativ direkt über die aus seiner Sicht problematische Dienstleistungsattitüde des staatlichen Post Office und bietet damit eine weitere Perspektive auf die zeitgenössischen Debatten zur Telegrafie als öffentliches Gut. Zudem machen die Irrwege des Autors auch die vielfältigen Probleme im Übergang zwischen lokalen (das heißt meist nationalen) und globalen Kommunikationsnetzwerken greifbar und verdeutlichen, wie beide Systeme hinsichtlich der Gewährleistung von globaler Kommunikation voneinander abhängig waren. Und schließlich bietet der Schreiber auch einen relativ seltenen Einblick in die sich unter anderem durch die Telegrafie verändernden Raum- und Zeitvorstellungen im späten 19. Jahrhundert. All dies in Kombination macht den hier diskutierten Leserbrief zu einer wertvollen und einsichtsreichen Quelle zur soziokulturellen Bedeutung der Telegrafie in diesem Untersuchungszeitraum.



[1] Essay zur Quelle: „The Post Office and the Telegraphs.“ Leserbrief an die Times of London (7. Dezember 1870).

[2] Vgl. Boyce, Robert, Imperial Dreams and National Realities: Britain, Canada and the Struggle for a Pacific Telegraph Cable, 1879-1902, The English Historical Review 115 (2000), S. 39-70.

[3] Huurdeman, Anton A., The Worldwide History of Telecommunications, New York 2003, S. 48.

[4] Dawson, Keith, Electromagnetic Telegraphy: Early Ideas, Proposals, and Apparatus, in: History of Technology 1 (1976), S. 113-141, hier S. 119; Aschoff, Volker, Nachrichtentechnische Entwicklung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Bd 2: Geschichte der Nachrichtentechnik, Berlin u.a. 1987, S. 29-43.

[5] Vgl. dazu z. B. die Statistiken in ITU Archives. Bureau International des Administrations Télégraphiques, Statistique Générale de la Télégraphie dans les Différents Pays de L'Ancien Continent, 1849-1869.

[6] Finn, Bernard, Submarine Telegraphy: A Study in Technical Stagnation, in: Ders.; Yang Daqing (Hgg.), Communications under the Seas. The Evolving Cable Network and Its Implications (Dibner Institute Studies in the History of Science and Technology), Cambridge MA; London 2009, S. 9-24, hier S. 11.

[7] Vgl. Wenzlhuemer, Roland, The Dematerialization of Telecommunication: Communication Centres and Peripheries in Europe, 1850-1920, in: Journal of Global History 2, Nr. 3 (2007), S. 345-372.

[8] Hochfelder, David, A., Comparison on the Postal Telegraph Movement in Great Britain and the United States, 1866-1900, in: Enterprise & Society 1 (2000), S. 740-41.

[9] Cohen, Ira J., Toward a Theory of State Intervention: The Nationalization of the British Telegraphs, in: Social Science History 4, Nr. 2 (1980), S. 173-74.

[10] Winseck, Dwayne R.; Pike, Robert M., Communication and Empire. Media, Markets, and Globalization, 1860-1930, Durham; London 2007, S. 37.

[11] Ebd., S. 38.

[12] Nomenclature des Cables Formant le Réseau Sous-Marin du Globe Dressée D'Après des Documents Officiels par le Bureau International des Administration Télégraphiques, in: Journal Télégraphique 3, Nr. 29 (1877), S. 590.

[13] Headrick, Daniel R.; Griset, Pascal, Submarine Telegraph Cables: Business and Politics, 1838-1939, in: Business History Review 75, Nr. 3 (2001), S. 543-578, hier S. 562.

[14] Stein Jeremy, Reflections on Time, Time-Space Compression and Technology in the Nineteenth Century, in: May, Jon; Thrift, Nigel (Hgg.), Timespace. Geographies of Temporality, London; New York 2001, S. 106-119, hier S. 108-09; Stein, Jeremy, Annihilating Space and Time: The Modernization of Fire-Fighting in Late Nineteenth Century Cornwall, Ontario, in: Urban History Review 24, Nr. 2 (1996), S. 3-11; Morus, Iwan R., The Nervous System of Britain: Space, Time and the Electric Telegraph in the Victorian Age, in: The British Journal for the History of Science 33 (2000), S. 455-475, hier S. 463.

[15] Vgl. Wenzlhuemer, Roland, Globalization, Communication and the Concept of Space in Global History, in: Ders. (Hg.), Historical Social Research - Historische Sozialforschung. Global Communication: Telecommunication and Global Flows of Information in the Late 19th and Early 20th Century, Köln 2010, S. 19-47.

[16] Vgl. Wenzlhuemer, Roland, Less Than No Time: Zum Verhältnis von Telegrafie und Zeit, in: Geschichte und Gesellschaft (im Erscheinen).



Literaturhinweise

  • Choudhury, Deep Kanta Lahiri, Telegraphic Imperialism. Crisis and Panic in the Indian Empire, c. 1830-1920, Basingstoke 2010.
  • Huurdeman, Anton A., The Worldwide History of Telecommunications, New York 2003.
  • Kieve, Jeffrey L., The Electric Telegraph: A Social and Economic History, Newton Abbot 1973.
  • Wenzlhuemer, Roland, Globalization, Communication and the Concept of Space in Global History, in: Ders. (Hg.), Historical Social Research - Historische Sozialforschung. Global Communication: Telecommunication and Global Flows of Information in the Late 19th and Early 20th Century, Köln 2010, S. 19-47.
  • Winseck, Dwayne R.; Robert M. Pike, Communication and Empire. Media, Markets, and Globalization, 1860-1930, Durham; London 2007.

„The Post Office and the Telegraphs.“ Anonymer Leserbrief an die Times of London, 7. Dezember 1870, S. 6.[1]

To the Editor of the Times.

Sir, – I observe that the Post Office clerks who have charge of the telegraphs have been holding a meeting to suggest improvements in the conduct of the service. To judge by my experience, there are some improvements they might contrive to introduce without any such ceremony; and it may be useful if you will let me give your readers an instance of the manner in which telegraphic business is now conducted in the City of London.

I had occasion to telegraph to Calcutta between 9 and 10 in the evening. I was in doubt what offices would be open at that hour, but I thought it would be safe to apply at Head-Quarters, so I went straight to the General Post Office. It was closed; but there was a plate on the door stating that between 8 and 12 p.m. messages were received at the telegraph office in Cornhill, after that hour until the morning at the office in Telegraph-street. I confess I thought it odd that in the centre of the heart of the British Empire a man should thus be sent from pillar to post, according to the hours of the night, in order to find the right end of the electric wire which is now the very nerve of the social body. But we are becoming drilled into submission to such circuitous regulations, and I proceeded without a murmur to Cornhill.

Here, at the central telegraphic office of the City of London for the first four hours of the night, the whole apparent force of the department consisted of one clerk. This gentleman was civil, but not vigorous, and looked, indeed, as if he might with benefit to himself have been one of the clerks at the General Post Office who go to bed so early. I asked him the price of a telegram to Calcutta. ‘Calcutta!’ he said, and looked very much as if I had asked to telegraph to Fernando Po. He turned, however, to a book on the counter, which he searched very deliberately. Now, Sir, Calcutta is not an unknown place. I thought it was the capital of British India, and that it was in close and constant communication with the City of London. The clerk in charge at the central office might have expected to know the cost of telegraphing thither, and the best way of doing so, without a special search. However, he found Calcutta in his Directory, and told me the charge would be 1l. 17s. for ten words, but what it would be for more than ten words he could scarcely say. I asked if I should write my message on the usual form. ‘No,’ he said, ‘you must write it on a Falmouth and Gibraltar form.’ Where were the Falmouth and Gibraltar forms? Again he had to search, and he searched high and low, and right and left, in order to find me the form for telegraphing from Cornhill to Calcutta. He lighted a paper torch, and peered into a dark cupboard; but it was no good. The means did not exist at Cornhill of sending a message to Calcutta. At last he said, ‘Do you know where the Falmouth and Gibraltar office is? You may as well go there. We should have to turn the message over to them.’ And then he directed me with easy politeness to Broad-street.

I was more concerned at that moment to get my message off than to criticize the ways of the Post Office, so I went one step further, to Broad-street. There, upon saying that I wanted to telegraph to Calcutta, a gentleman stepped forward, and again, in the old tone of surprise, said, ‘Calcutta!’ I began to think I must, after all, be doing something very strange in telegraphing to Calcutta that the proposal should be so perplexing to the telegraph clerks. But this gentleman had reason for his surprise. He was at least as polite as the gentleman on Cornhill, and there was an absence of official languor about him which was refreshing. He informed me that the Falmouth line was broken between Lisbon and Gibraltar, that it would consequently take five or six days to telegraph to Calcutta, and that his company advised the public for the present to send their messages through Persia by the Indo-European Company, whose office was in Telegraph-street. When I said I had just been sent to him from the postal office in Cornhill, he replied that the Post Office had been duly informed of the break in the line, and that they ought to have sent me at once to the other company. I was of the same opinion.

So I went, as a fourth attempt, to Telegraph-street, and there, in the office of the Indo-European Company, I found – wonderful to state – not only one, but two clerks, who received my message, and said it would probably be in Calcutta in three hours. I told them of my pursuit of Calcutta under difficulties, and they said the Post Office seemed to have some prejudice against them, and that other persons had made the same complaint of being sent on a fruitless errand to Broad-street.

Now, Sir, the whole thing was so very free and easy that I feel more amusement than vexation at my experience. That a Government official should prosecute a languid search at 10 o’clock in the evening to discover the means of communication between the City of London and the capital of British India, and should be, after all, unsuccessful; that a customer of the department should be asked to ‘turn over’ his message for himself to the Colonial Company because the Department would have to do it if he didn’t; that he should have to go to four places before sending the message, and, after all, should owe no thanks to the Post Office for sending it; all this seems to me so singularly out of the common way as to have a touch of the humorous. But I should think this method of administration was not conducive to the success of the Post Office telegraphs. It is certainly not business, and no private firm who wished to encourage custom would allow their work to be done in such fashion. Mr. Scudamore seems, in short, to have enough to do at present without troubling himself to preside over official Parliaments.

I am, Sir, yours faithfully,

W.

London, Dec. 6.


[1] Die Transkription dieser Quelle wurde von Roland Wenzlhuemer vorgenommen.


Für das Themenportal verfasst von

Roland Wenzlhuemer

( 2011 )
Zitation
Roland Wenzlhuemer, „I had occasion to telegraph to Calcutta“: Die Telegrafie und ihre Rolle in der Globalisierung im 19. Jahrhundert, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2011, <www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-1551>.
Navigation