Essays/

(14.01.2021)
Von Malte Fuhrmann
Das Mittelmeer wird oft als die Region dargestellt, die die europäischen Werte und Kultur geprägt hat. Insbesondere in den letzten Jahren ist es hingegen zum Inbegriff der finanziellen, humanitären und politischen Krise geworden. Zweifelsohne sind die Herausforderungen, vor denen die Mittelmeeranrainer sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU stehen, gewaltig. Dennoch ist die in der EU-internen Öffentlichkeit vorherrschende Wahrnehmung dieser Probleme als Krisen – also als „einen entscheidenden Wendepunkt“ einer „schwierigen, gefährlichen Lage“ – nicht hilfreich, da dieser Modus schnelles Handeln anstatt gründlicher Reflexion nahelegt. Mehrere der Herausforderungen sind jedoch systemischer Natur und benötigen stattdessen langfristige Antworten. Deswegen brauchen die EU-Mittelmeerbeziehungen nicht nur einen Politik-, sondern auch einen Paradigmenwechsel. [weiterlesen...]
 
(14.01.2021)
Von Martina Steer
Vor einigen Monaten löste die Corona-Pandemie eine veritable Männerkrise aus. Der Abbruch des Spielbetriebs in den großen europäischen Fußballligen führte zu Entsetzen bei den Fans. Die Sorge, wer die Millionenlöhne der Spitzenspieler zahlen sollte, wenn Einnahmen aus Medienrechten wegfielen, trieb so manchem Vereinsmanager Schweißperlen auf die Stirn. Doch dank freundlicher Unterstützung aus der Politik konnte schon nach zwei Monaten in der deutschen Bundesliga und danach in den anderen Ligen die Saison zu Ende gespielt werden. Folgt man Pierre Bourdieu, R. W. Connell und George Mosse, die herausarbeiteten, wie sich in Sport, Politik, Wirtschaft und Militär Männlichkeiten herausbilden und reproduzieren, kann also konstatiert werden, dass zumindest diese durch die Corona-Pandemie ausgelöste Krise der Männlichkeit vorläufig als überwunden gelten kann. [weiterlesen...]

Bereiche/

Schriftenreihe/

Europäische Geschichte in Quellen und Essays

Die Reihe Europäische Geschichte in Quellen und Essays behandelt die Geschichte Europas und der Europäer vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart anhand origineller Text- und Bilddokumente, die mithilfe eines begleitenden Forschungsessays in die historischen Zusammenhänge eingeordnet werden. Historiker und historisch arbeitende Sozial- und Kulturwissenschaftler zeigen, warum und in welcher Hinsicht die von ihnen untersuchten Ereignisse, Strukturen, Prozesse, Vorstellungen und Ausdrucksformen für den Verlauf der Geschichte Europas, das historische Bewusstsein der Europäer und die gegenwärtigen Herausforderungen bedeutsam sind. ISSN 2194-5373 [Mehr..]

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Aus der Redaktion/

Neu erschienen

Band 5: Timm Beichelt / Clara Maddalena Frysztacka / Claudia Weber / Susann Worschech (Hrsg.): Ambivalenzen der Europäisierung, Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2021, 282 S., ISBN: 978-3-515-12874-2, Preis: EUR 39,00. Bezug über den Franz Steiner Verlag: <https://www.steiner-verlag.de/reihe/view/titel/62062.html>.

Ambivalenzen der Europäisierung

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